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Zollpflichtig : Wissenswertes rund um die Paketabfertigung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fragen rund um mögliche Zollhürden

Warum muss nicht jedes Paket aus dem Nicht-EU-Ausland beim Zoll abgeholt werden?

Postsendungen können durch den Paketzusteller der Post direkt ausgeliefert werden, wenn
> keine Abgaben entstehen und die Sendung keine Waren enthält, die Verboten oder Beschränkungen unterliegt
>Abgaben entstehen, aber keine Waren enthalten sind, die Verboten und Beschränkungen unterliegen oder besondere Förmlichkeiten erfordern und der Wert der Sendung durch eine vollständige und korrekt ausgefüllte Zollinhaltserklärung nachgewiesen wird sowie eine möglichst an der Außenseite der Sendung angebrachte korrekte Handelsrechnung vorliegt. In diesen Fällen übernimmt die Deutsche Post die zollamtliche Abfertigung in Vertretung des Empfängers. Zu entrichtende Abgaben werden in der Regel durch den Zusteller kassiert.

Wann müssen Postsendungen beim Zollamt abgeholt werden?

Postsendungen werden immer an ein Zollamt weitergeleitet, wenn Angaben zum Inhalt der Sendung fehlen und/oder die Angaben darauf hindeuten, dass sie unvollständig oder fehlerhaft sind. So ist z.B. die Angabe „Geschenk“ in der Zollinhaltserklärung einer Sendung häufig nicht glaubwürdig, wenn die Aufmachung der Sendung auf einen kommerziellen Versender schließen lässt.

Die Sendungen werden in vielen Fällen ebenfalls an ein Zollamt weitergeleitet, wenn Waren enthalten sind, die Verboten und Beschränkungen unterliegen oder die wegen handelspolitischer Maßnahmen oder Bestimmungen des Außenwirtschaftsrechts besondere Förmlichkeiten erfordern.

Was muss man zum Zollamt mitbringen?

Die Empfänger werden durch die Post unterrichtet, wenn eine für sie bestimmte Sendung an ein Zollamt weitergeleitet wurde. Die Benachrichtigung enthält Informationen zu den fehlenden Unterlagen. Häufig fehlen Angaben zum Wert der Sendung. Dann sollten unbedingt die Rechnung und andere geeignete Unterlagen, wie z.B. der PayPal Beleg, mitgebracht werden.

Außerdem müssen der Personalausweis und, wenn eine solche erteilt wurde, die Vollmacht zur Abholung vorgelegt werden.

Wann müssen für ein Paket aus einem Nicht-EU-Land Zoll oder Steuern bezahlt werden?

Ob Zölle oder Steuern bezahlt werden müssen, hängt von der Art und dem Wert der Ware ab. Bei Geschenksendungen bis zu einem Wert von 45 Euro und kommerziellen Sendungen bis zu einem Wert von 22 Euro entstehen keine Einfuhrabgaben. Maßgeblich ist der Endrechnungsbetrag, also die Summe aus Warenwert und Versandkosten. Ausgenommen von der Zollfreiheit und damit auch von der Befreiung von der Einfuhrumsatz- und anfallender Verbrauchsteuern sind jedoch:
>Alkohol, einschließlich alkoholischer Getränke
>Tabak und Tabakwaren
>Parfüms und Eau de Toilette

Wie hoch sind die Einfuhrabgaben?

Das richtet sich unter anderem nach dem Warenwert, der Art der Ware und dem Land, aus dem sie versandt wurde. Nähere Auskünfte gibt es im Internet oder im Zollamt vor Ort.

Entstehen weitere Kosten?

In der Regel nicht. Für bestimmte Serviceleistungen des Zolls wie die Lagerung von Postsendungen können im Einzelfall jedoch Kosten entstehen. Sie bemessen sich nach der Lagerdauer und dem Gewicht. Von der Erhebung der Kosten wird abgesehen, wenn sie im Einzelfall weniger als 5 Euro betragen.

Wo gibt es Antworten auf weitere Fragen?

Bei der zentralen Auskunftsstelle des Zolls unter Tel.: 0351-44 83 45 10 oder im Internet unter www.zoll.de.

 

 

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