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Wildunfall: Spuren für die Versicherung dokumentieren

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erstellt am 15.Okt.2012 | 08:49 Uhr

Einen Wildunfall sollten Autofahrer immer so gut wie möglich dokumentieren, um sich Ärger mit der Versicherung zu ersparen. "Rufen Sie immer die Polizei", empfiehlt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Diese stelle dann eine Wildunfallbescheinigung aus, die für die Schadensregulierung wichtig ist. Zusätzlich sollte der Fahrzeughalter den Schaden aus der Nähe und aus mehreren Perspektiven fotografieren. Auch Bilder vom Tier könnten sinnvoll sein. Wenn möglich, sollten auch Blut- und Haarspuren so lange am Fahrzeug bleiben, bis die Versicherung den Schaden begutachtet hat.

"Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich, am besten noch am gleichen Tag", rät Rudnik. Im Prinzip habe der Versicherte dazu zwar eine Woche Zeit, aber das sei zu lange. "Wenn der Versicherer den Wagen begutachten will, wird er es innerhalb von wenigen Tagen machen." Ist das Auto fahrtauglich, dürfe damit gefahren werden, auch wenn das Gutachten noch aussteht. "Mich kann keiner dazu zwingen, den Wagen in der Garage zu lassen. Wenn die Spuren weg sind, dann ist es eben so." Daher sei die Dokumentation des Schadens unmittelbar nach dem Unfall so wichtig.

Für den Schaden kommt die Teilkaskoversicherung auf - allerdings nur, wenn sogenanntes Haarwild am Unfall beteiligt war. Dazu zählen unter anderem Wildschweine, Rotwild, Feldhasen und Füchse. Auch wenn der Fahrer einem großen Tier nur ausweicht und dadurch verunglückt, muss die Versicherung zahlen, weil durch das Manöver möglicherweise beträchtliche Sach- oder Personenschäden vermieden worden sind.

Besonders groß ist die Gefahr von Wildunfällen dem BdV zufolge in der Dämmerung zwischen 17.00 und 24.00 Uhr und morgens zwischen 5.00 und 8.00 Uhr an Stellen, an denen sich Waldtiere zwischen Büschen und Bäumen zurückziehen können. Nach einem Zusammenstoß sollten Fahrer die Unfallstelle absichern und totes Wild von der Straße ziehen, um andere Autos nicht zu gefährden. Lebende Tiere bleiben besser liegen, weil sie Fahrer angreifen und verletzen können.

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