Aushelfen auf dem Weihnachtsmarkt : Vom Engel bis zum Wurstverkäufer

Jobben in der Bratwurstbude kann zur Weihnachtszeit recht einträglich sein.
Jobben in der Bratwurstbude kann zur Weihnachtszeit recht einträglich sein.

Aushilfsjobs im Weihnachtstrubel sind begehrt. So klingelt es auch in der privaten Kasse.

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21. November 2015, 16:00 Uhr

Es ist grau draußen, hier und da fällt der erste Schnee, die Plätzchenzeit beginnt. Und damit auch die Zeit der Teilzeitweihnachtsmänner, Glühweinverkäufer und Paketkuriere. Denn im Weihnachtsgeschäft braucht es viele helfende Hände. Dementsprechend voll sind die Jobbörsen mit saisonalen Angeboten. Also Bart angelegt, Sack gepackt und auf zum nächsten Nikolausfest? Hier geht’s zu den Weihnachtsjobs.

Den Anfang macht der Einzelhandel. Drogerien, Lebensmittelhändler oder Spielwarenläden brauchen für den Ansturm in der Vorweihnachtszeit meist zusätzliches Personal. Regale auffüllen, Schleifen schnüren beim Geschenke-Service oder einfach an der Kasse aushelfen: „Wenn jemand eine Aushilfstätigkeit im Weihnachtsgeschäft sucht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung“, sagt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE). Da in größeren Firmen das Weihnachtsgeschäft häufig die Stammbesetzung meistert, sind vor allem kleinere Geschäfte eine gute Anlaufstelle.

Wer gerne gebrannte Mandeln und Glühweinduft schnuppert, kein Problem mit Weihnachtsliedern in Dauerschleife hat und kälteresistent ist, kann auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte arbeiten. Für was man als Budenaushilfe zuständig ist und wie viel man verdient, hängt von den Schaustellern ab. „Da gibt es ganz unterschiedliche Branchen und Gewinnmargen“, erklärt Lorenz Kalb, Vorsitzender des Verbands reisender Schausteller und Handelsleute. Besonders umsatzstark sind Heißgetränkestände, erzählt Kalb, der selbst Feuerzangenbowle verkauft. Für den Ausschank von Glühwein und Co. braucht es daher mehr Aushilfen als bei Dekoständen oder dem Christbaumverkauf.

Wer sich den Verführungen hinter der Ladentheke und dem Besucheransturm gewachsen fühlt, kann sich sowohl über Agenturen als auch bei den Schaustellern direkt bewerben. Vergütet werden die Aushilfen normalerweise als Minijob.

Eine andere Branche, deren Auftragsvolumen im Dezember in die Höhe schnellt, sind die Paketdienste. In Zeiten des Online-Versandhandels ist das Weihnachtsgeschäft die Hochsaison der Zustellbetriebe. Die Deutsche Post DHL sucht in allen Produktionsbereichen Zusatzpersonal. „Im Brief- und Paketbereich sind gerade die letzten beiden Wochen vor Weihnachten arbeitsreich, weil die Sendungsmengen dann besonders hoch sind“, erklärt Dunja Kuhlmann. Sie ist Sprecherin der Deutschen Post DHL Group. Vergütet wird auf Basis der geltenden Tarifverträge. Für die Briefzustellung liegt der Verdienst beispielsweise bei der Deutschen Post bei 11,70 Euro pro Stunde, erklärt Kuhlmann.

Schließlich ist da die Königsdisziplin des Weihnachtsgeschäfts: Der Weihnachtsmann. Wer einmal Nikolaus, Christkind oder Engelchen sein will, findet einige Möglichkeiten. Die meisten himmlischen Gesandten arbeiten zwar ehrenamtlich, aber gerade für Kaufhäuser, Firmenfeiern oder die Bescherung zu Hause wird immer professionelles Weihnachtspersonal gesucht.

Neben privaten Unternehmen vermitteln die Arbeitsagenturen Aushilfen mit Rauschebart und Nikolausgewand. Allerdings plagt die Zunft „Fachkräftemangel“. Die aktiven Weihnachtsmänner sind teilweise schon zu alt, und es folgt kaum Nachwuchs.

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