Sternenhimmel : Viele Sternschnuppen am Himmel

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Sonne, Mond und Sterne im Dezember: Der Morgenhimmel ist reich geschmückt mit hellen Planeten. Die längste Nacht des Jahres steht bevor.

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30. November 2015, 16:18 Uhr

Im Dezember sind gegen zehn Uhr abends am Osthimmel bereits alle Wintersternbilder aufmarschiert. In der westlichen Himmelshälfte stehen die Herbststernbilder dann vor ihrem Untergang.

Hoch in westlicher Richtung erblickt man das Pegasusquadrat, bekannt als Herbstviereck. An der obersten Ecke hängt die Sternenkette der Andromeda. Den Platz im Zenit nimmt der Perseus ein, der Retter der Andromeda. Tief im Nordwesten ist noch das Sternenkreuz des fliegenden Schwans mit dem hellen Stern Deneb zu sehen. Der Schwan ist ein Relikt des Sommerhimmels. Knapp über dem Nordhorizont flackert die Wega in der Leier.

Hoch im Süden findet man nahe der Mittagslinie (Meridian) das kleine Sternbild Widder. Im Wesentlichen setzt sich der Widder aus drei helleren Sternen zusammen. Dem Namen nach ist der Widder jedem vertraut, denn er gehört zum Tierkreis. Im Tierkreis sind jene 13 Sternbilder vereint, durch die die Sonne im Laufe eines Jahres wandert. Den Widder passiert sie vom 19. April bis 14. Mai. Bei der Aufzählung der Tierkreissternbilder wird der Widder stets an erster Stelle genannt. Denn vor über 2000 Jahren lag der Frühlingspunkt in ihm. Infolge der Kreiselbewegung der Erde wandert der Frühlingspunkt entgegengesetzt dem Sonnenlauf in knapp 26 000 Jahren durch alle Bilder des Tierkreises. Heutzutage steht die Sonne zu Frühlingsbeginn im Sternbild der Fische.

Der Hauptstern des Widders, Hamal genannt, leuchtet in einem orangegelben Licht und ist kühler als unsere Sonne. Sein Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet: Hammel oder Lamm. Seine Fachbezeichnung lautet Alpha Arietis. Hamal ist ein Riesenstern in 66 Lichtjahren Entfernung. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht fast zehn Billionen Kilometern. Der Riesenstern leuchtet so hell wie etwa hundert unserer Sonnen zusammengenommen.

Hoch im Osten, fast im Zenit, leuchtet die gelbe Kapella im Fuhrmann. Darunter stößt man auf die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren Hauptsternen Kastor und Pollux. Hoch im Südosten sieht man Aldebaran, den rötlichen Hauptstern des Stieres, sowie die beiden auffälligen Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Südöstlich vom Sternbild Stier strahlt der Himmelsjäger Orion mit dem rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem bläulichen Fußstern Rigel. Der Orion ist das Leitsternbild des Winterhimmels. Tief im Südosten ist soeben Sirius im Großen Hund aufgegangen. Der bläulich funkelnde Sirius ist der hellste Fixstern am irdischen Firmament. Er ist mit nur knapp neun Lichtjahren Entfernung ein Nachbarstern unserer Sonne.

Helle Planeten fehlen gegenwärtig am abendlichen Sternenhimmel. Nur der flinke Merkur zeigt sich gegen Jahresende kurz am Abendhimmel. Der Morgenhimmel ist reich geschmückt mit hellen Planeten. Venus lässt das Jahr als Morgenstern ausklingen. Sie verkürzt allerdings ihre Sichtbarkeit am Morgen drastisch.

Jupiter im Sternbild Jungfrau ist Planet der zweiten Nachthälfte. Er ist der zweithellste Planet am irdischen Himmel und wird nur noch von Venus an Glanz übertroffen. Zwischen Jupiter und Venus leuchtet der rötliche Mars in diesem Planetentrio.

Von etwa 7. bis zum 17. Dezember machen sich die Meteore des Geminidenstromes bemerkbar. Ihr Radiant oder Ausströmungspunkt liegt im Sternbild Zwillinge. Die Geminiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, wobei stündlich bis zu 120 Meteore über den Himmel huschen, auch sehr helle Objekte. Um die Weihnachtsfeiertage tauchen die Sternschnuppen des Ursidenstromes auf. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht zum 23. Dezember gegen Mitternacht. Es flammen aber nur bis zu 20 Meteore pro Stunde auf.

Am 5. befindet sich der Mond mit 404 800 Kilometer Distanz in Erdferne. Neumond tritt am 11. des Monats um 11.29 Uhr ein. Die längste Vollmondnacht des Jahres erleben wir vom 25. auf den 26.. Mit 368 420 Kilometer Entfernung kommt der Mond am 21. in Erdnähe.

Die Sonne wechselt am 18. abends aus dem Schlangenträger in das Sternbild Schütze, in dem sie am 22. exakt um 5.48 Uhr ihren Jahrestiefststand erreicht. Damit beginnt der astronomische Winter. Der südlichste Punkt der Sonnenbahn, der Winterpunkt, lag vor über 2000 Jahren im Sternbild Steinbock – deshalb spricht man noch heute vom Wendekreis des Steinbocks. Der Winterpunkt markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Steinbock. Die Nacht vom 21. auf den 22. ist die längste des Jahres. Sie dauert in unseren Breiten rund 16 Stunden.

Autor: Hans-Ulrich Keller

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