Sommer in MV : Tipps und Tricks gegen die Hitze

Gut geschützt mit Sonnenbrille
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Gut geschützt mit Sonnenbrille

Die Temperaturen steigen und steigen. So können Sie sich gegen die Schattenseiten des Sommers wappnen.

Deutschland stehen heiße Tage bevor. Die Temperaturen klettern in den kommenden Tagen immer weiter nach oben. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia wird von heute an auch im Nordosten die 30-Grad Marke geknackt. Es werden Temperaturen von bis zu 31, am Freitag bis 34 und am Wochenende bis zu 37 Grad erwartet. Das macht vielen Menschen, aber auch Tieren zu schaffen. Ein Überblick, worauf Verbraucher während der Hitzetage achten sollten.

Unterwegs:
Grundsätzlich gilt im Sommer, die Augen vor UV-Strahlen zu schützen. Aber dunklere Gläser bei Sonnenbrillen sind nicht zwangsläufig sicherer. Denn die Tönung entscheidet über den Blend-, nicht aber über den UV-Schutz. Wichtig ist deshalb, vor dem Kauf zu prüfen, ob die Brille ein CE-Kennzeichen hat, das in Europa Pflicht ist. Mit dieser Kennzeichnung gibt der Hersteller an, dass die Brille einen UV-Schutz für Licht von einer Wellenlänge bis 380 Nanometer hat, erklärt die Stiftung Warentest. Allerdings kann schädliches Licht bis 400 Nanometer reichen. Eine zusätzliche Kennzeichnung UV400 gibt an, dass Strahlen bis zu dieser Wellenlänge blockiert werden.

Auch die Haut braucht dringend Schutz vor den Strahlen. Das gilt ganz besonders für die empfindliche Haut von Kindern. Eltern verwenden für ihr Baby am besten Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Beim Eincremen gilt: Besser zu dick als zu dünn. Sonnencreme für Babys sollte weder Farbstoffe noch Konservierungsmittel oder allergieverdächtige Duftstoffe enthalten. Diese Anforderungen erfüllen etwa Produkte mit dem Siegel der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA). Direkte Sonne ist für Babys tabu: Bei Spaziergängen schützen Eltern ihr Baby mit entsprechender Kleidung, Hütchen und Sonnenbrille.

Im Büro:
Hier sollte es nicht mehr als 26 Grad warm sein. Darauf weist das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (Ifaa) hin. Dieser Wert ist in den technischen Regeln festgelegt, welche die Arbeitsstättenordnung konkretisieren. Er ist ein Richtwert und rechtlich für den Arbeitgeber nicht bindend. Alles was über 26 Grad hinausgeht, wird für Beschäftigte in der Regel sehr belastend. Um es im Sommer halbwegs angenehm im Büro zu haben, sollten Berufstätige am besten in den frühen Morgenstunden lüften und die Jalousien ansonsten weitestgehend geschlossen halten.

Im Garten:
Wer mittags gießt, verbrennt seine Pflanzen. Denn Wassertropfen auf den Pflanzen wirken in der Sonne wie Brenngläser. Außerdem kann während der Mittagszeit 90 Prozent der Feuchtigkeit nach dem Beregnen einer Rasenfläche wieder verdunsten. Am Morgen werden dem Boden laut Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) nur 25 bis 30 Prozent entzogen. Die beste Zeit zum Gießen ist deshalb in den frühen Morgenstunden

Im Auto:
An heißen Tagen kann der Tank im Auto zur Gefahr werden. Benzin und Diesel dehnen sich bei hohen Temperaturen aus. „Der Kraftstoff kann über die Tanklüftung entweichen und sich im schlimmsten Fall entzünden“, sagt Constantin Hack vom ACE. 50 Liter Sprit können sich im Hochsommer um etwa einen Liter ausdehnen. Mindestens um so viel weniger sollten Autofahrer tanken.

Auf dem Balkon:
Sonnenschirme spenden nicht nur Schatten, sie schützen auch vor einem Sonnenbrand. Der Licht- oder UV-Schutzfaktor des Stoffs liegt am besten zwischen 60 und 80, rät der Tüv. Hierbei handelt es sich um spezielle UV-Schutz-Textilien. Laut der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention kann ein üblicher Sonnenschirm nur einen Schutzfaktor von 5 haben. Zum Vergleich: Das Laub von Bäumen schafft einen Wert zwischen 5 und 15, ein leichtes weißes Shirt 10 und dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung über 20.

Im Seniorenheim:
Hitze kann für Senioren gefährlich werden. In den Pflegeheimen sind in diesen Tagen die Mitarbeiter besonders gefordert. Sie müssen darauf achten, dass die Bewohner genügend trinken. Generell gilt, dass die Senioren pro Tag 1,5 Liter Wasser trinken sollten. In den kommenden Tagen sollten es etwas mehr sein. Zudem sollten auch sie im Freien auf Sonnenschutz achten. Bei Austrocknung drohen Kreislaufprobleme und ein Absinken des Blutdrucks.

Haustiere:
„Hunde kühlen sich nicht durch Schwitzen ab, so wie Menschen, sondern mit Trinken und Hecheln“, sagt Birgitt Thiesmann von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Deshalb ist es besonders wichtig, immer genug Flüssigkeit für den Vierbeiner bereitzustellen. „Am besten sollte man den Wassernapf an einem schattigen Platz anbieten.“ Katzen sind etwas selbstständiger und suchen sich allein schattige Plätze. „Im Sommer sollte man Katzen nicht mit auf den Balkon nehmen“, sagt Thiesmann. Auch bei ihnen gilt: Sie müssen immer mit genug Wasser versorgt sein. Vögel sind besonders auf die Hilfe der Menschen angewiesen. „Der Käfig sollte an einem schattigen Ort stehen – mit genügend frischer Luft“, so Tierarzt Norbert Kummerfeld. Wenn es richtig heiß ist, sorgen feuchte Tücher, die über den Käfig gelegt werden, für etwas Frische. „Vögel brauchen außerdem jederzeit Wasser zum Trinken und zum Baden.“ Es sollte regelmäßig gewechselt werden, damit sich keine Bakterien ansiedeln. Auch der Käfig von Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sollte an einem schattigen Platz stehen.

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