So gehts : Tipps für den Besuch beim Tierarzt

Mit Zeit und Leckerlis haben Tierärzte gute Karten, dass ihnen der Hund vertraut.
Mit Zeit und Leckerlis haben Tierärzte gute Karten, dass ihnen der Hund vertraut.

Hunde können schon als Welpen in der Praxis gute Erfahrungen sammeln / Und bei Katzen hilft vor allem: Ruhe bewahren

svz.de von
25. Juni 2016, 16:27 Uhr

Das Drama geht schon los, wenn die Katze Jennie nur die Transportbox sieht. Sie weiß genau: „Jetzt geht es zum Tierarzt.“ Nur mühsam kann sie eingefangen und in die Box gesperrt werden. Dort jault sie ununterbrochen. Auch für Hund Onja ist ein Tierarztbesuch stressig: Der große Hund weigert sich, auf dem Hof der Praxis aus dem Auto zu springen. Mit Mühe und Not schafft ihn sein Herrchen schließlich ins Wartezimmer. „Wichtig ist, dass der Besitzer immer souverän bleibt“, sagt Monika Groß, Tierverhaltenstherapeutin aus Grävenwiesbach in Hessen.

Bei Hunden kann in der Erziehung vorbeugend viel getan werden, damit sie sich nicht mit allen Pfoten gegen den Besuch beim Tierarzt sträuben. Sie können schon als Welpen der Praxis einen Besuch abstatten, ohne dass sie behandelt oder geimpft werden. Am besten ist die Zeit bis zum Alter von zwölf Wochen, also im wichtigsten Bereich der Prägephase. Was der Hund in dieser Zeit erlebt, behält er sein Leben lang im Gedächtnis. „Da nimmt man sich Zeit, setzt sich zu ihm auf den Boden, spielt mit ihm und gibt ihm Leckerlis“, rät der Tierarzt Thomas Steidl aus Tübingen. Außerdem darf das Tier sich in aller Ruhe den Behandlungsraum anschauen.

Viel schwierigere Patienten sind oft Katzen. „Sie sind keine Rudeltiere und müssen von einer Kooperation überzeugt werden“, sagt Tierarzt Steidl. Vielen geht es so wie Katze Jennie – sie sehen die Transportbox und flüchten entsetzt. „Am besten, man gewöhnt die Katze schon zu Hause unabhängig vom Tierarztbesuch an die Box. Sie können sich darin zurückziehen und kriegen Leckerlis“, rät Monika Groß. Zu Hause kann die Box auch mal zugemacht und das Tier darin herumgetragen werden.

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