Übertragung durch Mücken : West-Nil-Virus breitet sich bei Pferden und Vögeln aus

Mehrere Pferde in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich mit dem West-Nil-Virus infiziert. Halter in den betroffenen Regionen sollten ihre Tiere impfen lassen. /Illustration
Mehrere Pferde in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich mit dem West-Nil-Virus infiziert. Halter in den betroffenen Regionen sollten ihre Tiere impfen lassen. /Illustration

In Sachsen und Sachsen-Anhalt breitet sich das sogenannte West-Nil-Virus unter Pferden und einigen Vogelarten aus. Wie sollen sich Pferdehalter jetzt verhalten?

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13. September 2019, 10:02 Uhr

Das West-Nil-Virus breitet sich nach Angaben desFriedrich-Loeffler-Instituts in Deutschland weiter aus. Von AnfangJuli bis Mitte September dieses Jahres sei die von Mücken übertrageneVirusinfektion bei 5 Pferden und 37 Vögeln festgestellt worden.

Mit weiteren Erkrankungsfällen bei Pferden wie bei Vögeln sei zu rechnen. Der Großteil der Pferde zeige bei einer Infektion keinerleiKrankheitssymptome, heißt es in der Mitteilung des FLI. Einige Tiereentwickelten aufgrund von Hirn- oder Hirnhautentzündungenzentralnervöse Symptome, wie Stolpern, Zittern oder Lähmungen.

Alle Pferde, bei denen die Infektion nachgewiesen wurde, stammen ausSachsen und Sachsen-Anhalt. Die Behörde empfiehlt Pferdehaltern inbetroffenen Regionen eine Impfung der Tiere.

Die infizierten Vögel wurden in Berlin, Brandenburg sowie ebenfallsin Sachsen und Sachsen-Anhalt gefunden. Es waren Blau- und Kohlmeise,Habicht, Sperling und Uhu sowie einige Zoovögel. Es seien deutlichmehr Vogelarten betroffen als im Vorjahr. Mit Ausnahme vonBrandenburg sei das Virus bisher nur in Regionen festgestellt worden,die auch im vergangenen Jahr schon betroffen waren. Die Fachleutenehmen daher an, dass das Virus in heimischen Mücken überwintert hat.

Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus den Tropen und wird vonbestimmten blutsaugenden Stechmücken übertragen. Im vergangenen Jahrwurde der Erreger zum ersten Mal in Deutschland bei einem Vogelnachgewiesen worden. Eulen-, Greif- und Rabenvögel sind diewichtigsten Wirte des Virus, das selten auch auf Pferde oder denMenschen übertragen werden kann. In Deutschland hat sich bislang nochniemand über einen Mückenstich mit dem Virus angesteckt. In Süd- undOsteuropa starben im vorigen Jahr dagegen rund 180 Menschen amWest-Nil-Fieber, mehr als 2000 erkrankten.

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