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Tipps für Autofahrer, Mieter und Hobbygärtner : Spätfröste und Sommerreifen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eiseskälte im Frühling: Was Autofahrer, Mieter und Hobbygärtner jetzt wissen müssen.

Noch einmal Schnee, glatte Straßen und Minusgrade: Der Winter gibt ein – hoffentlich letztes – Gastspiel. Was es jetzt zu beachten gilt.

Verkehr

Was, wenn Autofahrer bereits auf Sommerreifen gewechselt sind? Die Rechtslage ist klar: „Bei einem Wintereinbruch darf ich mit Sommerreifen nicht fahren. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht“, sagt Jost Henning Kärger, Rechtsexperte vom ADAC. Ansonsten riskieren die Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einen Punkt. Diese Summe könne sich zudem erhöhen, wenn aufgrund des Verstoßes eine Behinderung, Gefährdung oder sogar eine Sachbeschädigung eintritt, erklärt Daniela Mielchen, Fachanwältin für Verkehrsrecht in Hamburg.

Denn rein rechtlich gebe es keinen festgelegten Zeitraum im Jahr, in dem eine „Winterreifenpflicht“ gilt. Es kommt allein auf die tatsächlichen Witterungsverhältnisse an, erklärt Mielchen. Nicht nur Bußgeld und Punkte drohen: „Es könnte bei einem Unfall zu einer Kürzung der Kaskoversicherungsleistungen kommen“, weiß ADAC-Mann Kärger.

Garten

Spätfröste und ein Wintereinbruch im Frühling sind keine Seltenheit. Eine gängige Gärtnerregel lautet daher: Erst nach den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai können frostempfindliche Kübelpflanzen aus dem Winterlager kommen. Doch das warme Frühlingswetter der vergangenen Wochen war verlockend. Was, wenn ich also selbst empfindliche Pflanzen schon auf dem Balkon habe? Nicht alle Pflanzen leiden schon bei null Grad. So können Kübelpflanzen wie Feige, Granatapfel, Lorbeer, Mispel und Olive gut im Freien bleiben bis etwa minus zehn Grad, erklärt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Besonders empfindlich sind etwa Banane, Bougainvillea, Engelstrompete, Hibiskus, Korallenstrauch sowie Papyrus. Ihnen schaden schon Temperaturen ab etwa null Grad.

Aber sicher ist sicher – und so können Hobbygärtner auch all diese Pflanze wie auch weiteres Balkongrün vor dem Frost schützen. So rät etwa die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Primeln mit etwas Zeitungspapier zu belegen, sollte es kälter als minus zwei Grad werden. Auch Jute oder ein Bettlaken eignen sich – einfach überwerfen und befestigen. Die Königliche Gartenakademie Berlin empfiehlt, zusätzlich Kästen und Kübel an eine schützende Hauswand zu rücken.

Wohnung

Wird es im Frühling noch einmal richtig kalt, müssen Mieter in ihren Wohnungen nicht frieren. Denn Vermieter dürfen die Heizungsanlage nicht zu früh abstellen. Laut Rechtsprechung muss in allen Räumen der Wohnung tagsüber von 6 bis 24 Uhr eine Mindesttemperatur von 20 Grad erreicht werden können. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Zwischen 24 und 6 Uhr darf der Vermieter die Heizung zur Energieeinsparung herunterfahren. Maximal 18 Grad müssen aber möglich sein.

Sollte die Heizung ganz oder in einzelnen Räumen nicht funktionieren, muss der Mieter seinen Vermieter darüber unverzüglich informieren.

Der Vermieter muss dann die Heizung reparieren lassen. Tut er das nicht oder dauert die Reparatur lange, rechtfertigt das eine Mietminderung.

Autoren: Simone A. Mayer u.a.

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