14 Tipps, wie man einfach und sicher ins Internet gehen kann : "Silver Surfer"noch immer zurückhaltend

In speziellen Computerkursen werden die Senioren fit fürs Internet gemacht. Oft erschließen sich ihnen dadurch völlig neue Möglichkeiten. P. Pleul/dpa
In speziellen Computerkursen werden die Senioren fit fürs Internet gemacht. Oft erschließen sich ihnen dadurch völlig neue Möglichkeiten. P. Pleul/dpa

Nur jeder dritte Deutsche im Alter von über 65 Jahren ist im Internet angekommen. Jetzt wollen Bundesregierung und Wirtschaft mehr dafür tun, die älteren Menschen ins Netz zu holen.

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05. November 2010, 12:00 Uhr

Das sei nicht zuletzt eine Frage der gesellschaftlichen Teilhabe, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) gestern in Berlin. Gemeinsam mit dem Fachverband Bitkom stellte Aigner eine Studie vor, wonach nur 32 Prozent der über 65-Jährigen das Internet nutzen. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil bei 71 Prozent. "Der Grund, warum man das Internet nicht nutzt, ist das mangelnde Vertrauen ins Netz. Daran müssen wir arbeiten", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. 95 Prozent der "Silver Surfer" schätzen das Internet als Informationsquelle. 86 Prozent sprechen dem Netz einen Gewinn für ihre Lebensqualität zu. Verbraucherschutzministerium und Bitkom legten eine Liste von 14 Empfehlungen vor, die älteren Menschen den Weg ins Netz ebnen sollen.

%_rot-auszeichnung_%1. Starthilfe nutzen%__rot-auszeichnung_%Es gibt viele Computer- und Internet-Kurse speziell für Senioren. Dort können Anfänger viel über die nötige Technik, Tipps und Tricks erfahren. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oft Volkshochschulen. Meist kommt aber eine kostenlose Alternative in Frage - Starthilfe in der Familie.

%_rot-auszeichnung_%2. Einfacher PC %__rot-auszeichnung_%Wer seinen PC vor allem für E-Mails und zum Surfen nutzen will, braucht keinen Super-Rechner. Einfache Modelle ab 300 Euro reichen. Sie sollten mit einem vorinstallierten Betriebssystem ausgeliefert werden. Ein Netzwerk-Anschluss für schnelles Internet per DSL oder TV-Kabel ist meist Standard.

%_rot-auszeichnung_%3. richtiger Zugang%__rot-auszeichnung_% Breitband-Internetzugänge, etwa per DSL oder TV-Kabel, aber auch über Mobilfunk, sind deutlich günstiger geworden. Oft gibt es Pakettarife, die neben dem Internet einen Telefonanschluss und unbegrenzte Online-Zeit beinhalten. Bei etlichen Angeboten ist auch eine Pauschale für Festnetzgespräche enthalten. Zunehmend werden Internetzugänge per Mobilfunk attraktiv. Dafür muss meist nur ein USB-Stick mit integrierter Mobilfunk-Karte an den PC angeschlossen werden - ein Kabel in der Wohnung ist unnötig.

%_rot-auszeichnung_%4. Komplett-Angebot%__rot-auszeichnung_%Inzwischen gibt es Internet-Tarife, bei denen der neue PC vom Anbieter stark vergünstigt oder nahezu kostenlos dazugegeben wird. Sowohl herkömmliche DSL-Anbieter als auch Mobilfunk-Unternehmen machen solche Angebote. Es kann sich lohnen, solche Angebote zu prüfen.

%_rot-auszeichnung_%5. Sicherheit %__rot-auszeichnung_%Viren und Online-Betrüger können Internet-Nutzer verunsichern. Man kann sich aber schützen. Das Wichtigste ist, vor der ersten Internet-Sitzung ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall zu installieren. Dabei stellt man am besten eine automatische Aktualisierung der Schutzprogramme ein. Dies ist auch für das Betriebssystem und das Internet-Zugangsprogramm (Browser) möglich. Da Schad-Software zunehmend über Datenträger wie CDs oder USB-Sticks verbreitet wird, sollten diese vor der Nutzung auf Viren geprüft werden. Auf Webseiten wie www.verbraucher-sicher-online.de wird erklärt, wie man das macht.

%_rot-auszeichnung_%6. Misstrauen%__rot-auszeichnung_%Man sollte nur E-Mails öffnen, die von bekannten und vertrauenswürdigen Absendern stammen. Schadprogramme verbergen sich oft in Grafiken, E-Mail-Anhängen oder infizierten Webseiten. Verdächtige Dateien auf keinen Fall öffnen. Auch von Unbekannten geschickte Links nicht anklicken! Vorsicht auch vor angeblichen E-Mails von Kreditinstituten: Banken bitten Kunden nie per Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben.

%_rot-auszeichnung_%7. Seriöse Shops %__rot-auszeichnung_%Gerade ältere Kunden können von Online-Shops profitieren: Die Produkte sind oft günstiger und werden an die Haustür geliefert. Ein Zeichen für Seriosität sind klare Geschäftsbedingungen (AGB). Ein Impressum mit Nennung des Geschäftsführers und der Anschrift ist Pflicht. Bei Shops, die dies nicht beachten, sollte man nichts bestellen. Bei der Eingabe von Konto- und Kreditkartendaten während der Bezahlung muss man auf eine verschlüsselte Verbindung achten, erkennbar an den Buchstaben "https" in der Adresse der Webseite.

%_rot-auszeichnung_%8. Datenschutz%__rot-auszeichnung_% Kunden sollten bei Online-Diensten auf die Datenschutzerklärung achten. Dort finden sich Hinweise, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Man kann einer Datenweitergabe an Dritte zu Werbezwecken widersprechen.

%_rot-auszeichnung_%9. Passwörter %__rot-auszeichnung_%Bei vielen Online-Services müssen Nutzer ein Passwort festlegen. Geburtstage oder Namen von Angehörigen sind tabu. Ein Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Sichere Passwörter lassen sich merken, wenn man sich einen Satz ausdenkt und die ersten Buchstaben der Wörter sowie die Satzzeichen als Passwort verwendet.

%_rot-auszeichnung_%10. Benutzername%__rot-auszeichnung_% Auch Senioren nutzen zahlreiche Internet-Plattformen. Dabei muss man nicht mit seinem echten Namen auftreten, sondern kann ein Pseudonym verwenden.

%_rot-auszeichnung_%11. Persönliche Daten%__rot-auszeichnung_% Internet-Surfer sollten von sich so wenig Daten und Details wie möglich preisgeben. Das verringert die Angriffsfläche für Betrüger.

%_rot-auszeichnung_%12. der Browser %__rot-auszeichnung_%Man kann den Browser, das Internet-Zugangsprogramm, so einstellen, dass nach jeder Internetsitzung gelöscht wird, welche Webseiten man angeklickt hat - oder dass dies gar nicht erst gespeichert wird.

%_rot-auszeichnung_%13. Privates schützen%__rot-auszeichnung_%Das Internet vergisst nichts. Auch gelöschte Inhalte können als Kopien an anderen Stellen im Web noch vorhanden sein. Das sollte man immer bedenken. Die meisten Menschen würden im Alltag kaum Unbekannten ihr ganzes Privatleben offenbaren. Nur gute Bekannte sollten in Internet-Gemeinschaften und Foren auf Fotos oder Kontaktdaten zugreifen können.

%_rot-auszeichnung_%14. Adressen%__rot-auszeichnung_%bitkom.org

bsi-fuer-buerger.de

datenschutz.de

sicher-im-netz.de

surfer-haben-rechte.de

verbraucher-sicher-online.de

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