zur Navigation springen
Ratgeber

17. Oktober 2017 | 11:52 Uhr

Sicherer Schutz vor Plagegeistern

vom

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2010 | 10:55 Uhr

Das nervtötende Summen einer Mücke in der Dunkelheit und die Ameisenstraße in der Vorratskammer: Das sind die negativen Seiten des Sommers. Wer Insekten aus dem Haus fernhalten will, muss nicht gleich zum chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel greifen. Auch mechanische Maßnahmen helfen oft."Das beste Mittel, um Insekten aus dem Haus zu halten, sind immer noch Fliegengitter", sagt Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln.

Die einfachste und billigste Variante seien spezielle "Stores", die von innen an den Türrahmen geklebt werden. "Das sind 10 bis 15 Zentimeter breite Streifen, die man einfach runterfallen lässt und die eine Art Vorhang bilden." Wer im Sommer auf der Terrasse essen möchte, kann so auch problemlos Geschirr rein und raus tragen. Die Kosten liegen je nach Tür zwischen 15 und 30 Euro.

Auch für Fenster gibt es eine entsprechende Lösung: An dem Rahmen wird rundherum von außen ein Klettband aufgeklebt, auf das dann ein Fliegengitter geklebt wird. Dieses System eignet sich aber meist nur für eine Saison, da die Gitter über den Sommer schmutzig werden. Bei entsprechender Pflege ist es möglich, das Gitter noch einmal zu benutzen. Je nach Fenster kostet so ein Fliegengitter zwischen 8 und 20 Euro."Es gibt auch langlebigere Systeme. Sie sind stabiler, aber auch ein bisschen teurer", sagt Pommer.

Wer handwerklich begabt ist, kann sich komplette Tür- und Fensterrahmen aus Aluminiumprofilen auf die passende Größe zurechtsägen. Diese werden mit Kunststoffriegeln zusammengesteckt und mit einer Gaze bespannt. Die Fliegentüren verfügen über Angeln und können vor die eigentliche Tür gesetzt werden. Der Vorteil ist, dass sie sich zum Lüften öffnen lassen, aber nicht von alleine durch einen Windstoß aufgehen.

Bei Fenstern hängt der Handwerker das Gitter entweder von außen ein oder klebt es fest. Diese Variante ist auf Dauer einfacher zu handhaben, da die Systeme fertig gespannt sind. So kann man diese Gitter besser wiederverwenden, auch weil man sie eher mal mit Wasser säubern kann. Wer sich die Gitter selbst zusammensetzt, muss je nach Hersteller und Größe mit 30 bis 100 Euro rechnen.

Wer keine Fliegengitter hat, sollte ab der Dämmerung bei offenem Fenster kein Licht im Zimmer anlassen. Insekten und vor allem Mücken werden vom Licht magisch angezogen. Darauf basiert auch die Wirkung von UV-Fliegenfallen: Die Insekten werden durch das Licht angelockt und dann durch hohe Stromschläge verbrannt. Diese Methode ist allerdings bei Umweltschützern umstritten.

Die geflügelten Quälgeister befallen auch gern Lebensmittel. Wenn Mehlmotten auftauchen, müssen sofort alle Lebensmittel raus, weil sich darin Larven entwickeln. Einzige Ausnahme sind noch ungeöffnete Konservendosen. Der Schrank sollte mit Essigwasser ausgewischt werden. Zudem müssen auch die Ritzen gesaugt werden, um die Eigelege zu erwischen.

Motten müssen nicht chemisch bekämpft werden. Es helfen auch sogenannte Pheromonfallen. Die Motten bleiben an einem Klebestreifen hängen oder fallen in eine Vorrichtung. Lavendel oder Zedernholz helfen, Motten vom Kleiderschrank fernzuhalten. Vorbeugend sollte man ab und zu den Kleiderschrank lüften. Wer die befallene Kleidung behalten möchte, muss sie so heiß wie möglich waschen und anschließend bei mindestens minus zehn Grad für einige Tage in die Gefriertruhe stecken. Anschließend sollte die Kleidung im Freien gut ausgeschüttelt und gebügelt werden. Durch die Temperaturschwankungen sterben Eier und Larven. Wer ganz sicher gehen möchte, kann dieses Verfahren mehrmals wiederholen.

Gegen Ameisen in der Küche hilft folgender Trick: Zunächst sollte man gucken, wo die Ameisen herkommen und dann das Loch oder die Ritze zumachen. Zudem gibt es einige chemische Vernichtungsmittel. Auch Haarspray kann helfen. Eine Backpulver-Staubzucker-Mischung führt ebenfalls zum Absterben der Tiere. Wer Chemie benutzten möchte, sollte sich für Köderdosen entscheiden. Insektenspray ist nicht zu empfehlen. Es verteilt das Gift im ganzen Raum.

Eine weitere biologische Schädlingsbekämpfung ist das Insektenhotel. In dieser Vorrichtung werden gezielt Nutz insekten eingesetzt, die andere Schädlinge vernichten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen