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Ratgeber: Gefahren beim Online-Shopping : Sicher einkaufen im Internet

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Die Einkaufstour im Internet ist für die meisten Verbraucher Routine. Dabei blenden viele allerdings die Gefahren aus, die mit dem Online-Shopping verbunden sind. Vor allem unerfahrene User gehen Betrügern auf den Leim.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2011 | 05:42 Uhr

Die Einkaufstour im Internet ist für die meisten Verbraucher heute Routine. Dabei blenden viele allerdings die Gefahren aus, die mit dem Online-Shopping verbunden sind. Vor allem unerfahrene User gehen schnell Betrügern auf den Leim, die die Kunden um ihr Geld bringen wollen. Professor Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg, rät deshalb: "Auch beim Einkaufen im Internet sollten allgemeine Sicherheitsempfehlungen immer beachtet werden, denn ein gesundes Misstrauen schützt."

Die Produktbeschreibung

Verbraucher sollten die Warenbeschreibungen immer genau lesen: Oft werden in endlos langen Beschreibungen hinter klangvollen Namen wie dem iPhone nur wertlose Leerverpackungen zum Kauf angeboten. Außerdem sollten Verbraucher sich informieren, ob der Anbieter Widerrufs- oder Rückgaberechte gewährt.

Datenübermittlung

Vorsicht ist auch bei der Preisgabe von Daten geboten: Die Verbindung sollte sicher sein (zu erkennen am "https" in der Browserzeile), selbst gewählte Passwörter sollten tatsächlich Schutz bieten.

Besondere Schnäppchen

Vorsicht ist auch bei vermeintlichen Schnäppchen im Internet geboten, die über Plattformen wie eBay verkauft werden: Oft stecken hinter solchen "Top-Angeboten" Gauner, die selten benutzte eBay-Accounts kapern und unter fremdem Namen verkaufen. Der echte Account-Inhaber weiß nichts davon, das Geld wird eingesammelt, die Betrüger verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Typische Anzeichen für einen Betrug: Die Nutzer kommen aus dem Ausland, die Beschreibung ist schlecht, der Preis außergewöhnlich günstig, der Verkäufer hat für die angebotenen Sachen keine Bewertung und er schlägt meist einen Verkauf außerhalb der Plattform vor.

Gefälschte Shops

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von gefälschten Online-Shops: Entweder werden komplette Shops erfunden oder bereits etablierte kopiert. Solche Online-Shops dienen einem Ziel: Potenzielle Käufer sollen angelockt und zur Preisgabe von Daten oder zu Vorauszahlungen bewegt werden. Eine Gegenleistung hat der Käufer nicht zu erwarten, warnen Experten der Arag-Versicherung. Erfundene Shops entsprechen in Optik und Umfang einem üblichen Onlinehandel. Mitunter werden auch Gütesiegel und Bewertungen von bekannten Bewertungsportalen gefälscht. Kopierte Online-Shops gleichen dem Original dagegen so weit wie möglich. In beiden Fällen stehen dem Käufer allerdings Möglichkeiten zur Verfügung, eine betrügerische Absicht zu erkennen.

Bewertungen lesen

Unrealistisch günstige Angebote sind im Zweifel eine Falle. Gibt man den Namen des unbekannten Verkäufers oder dessen Domain, also die Shopadresse, in eine der bekannten Suchmaschinen ein, stößt man bei betrügerischen Seiten in der Regel schnell auf entsprechende Hinweise in Form von negativen Bewertungen und Warnungen geprellter Käufer. Bei Bedenken empfiehlt es sich, die Domain genauer unter die Lupe zu nehmen. Handelt es sich um eine Domain mit der Endung ".de", kann der Käufer bei der Denic (Deutsches Network Information Center, www.denic.de) weitere Informationen einholen. Die Domain ist auch das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen echtem und gefälschtem Shop. Die Domain kann nur einmal vergeben werden. Die Fälschungen bedienen sich deshalb beispielsweise anderer Domain endungen und verwenden anstatt ".de" vielmehr die Endung ".net" oder ".com".

Impressum beachten

Auch lohnt es sich, das nach dem Telemediengesetz für Internetseiten vorgeschriebene Impressum näher zu begutachten. Dort müssen unter anderem auch Daten zur schnellen Kontaktaufnahme, etwa eine Telefonnummer, enthalten sein. Da diese Angaben ebenfalls gefälscht sein könnten, sollte der Käufer vor dem Tätigen einer Bestellung versuchen, den Verkäufer per Telefon oder E-Mail zu kontaktieren und die Adressdaten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.


Die Zahlungsart

Auch die vom Verkäufer bevorzugte Zahlungsweise kann ein Hinweis auf eine betrügerische Absicht sein, etwa wenn nur Vorkasse gewünscht und Sendungen per Nachname nicht vorgesehen sind. Die Abwicklung des Kaufs über bekannte Online-Zahldienste wie etwa PayPal bietet dem Käufer dagegen ein gewisses Maß an Sicherheit.

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