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Schwirrender Kopf kann auf Hitzekollaps hindeuten

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erstellt am 17.Aug.2012 | 07:42 Uhr

Wem bei sommerlichen Temperaturen der Kopf schwirrt, steht möglicherweise kurz vor dem Hitzekollaps. "Dafür sind keine tropischen Temperaturen nötig", sagt Jörg Oberfeld, Landesarzt der Johanniter Unfall-Hilfe in Nordrhein-Westfalen, mit Blick auf das bevorstehende Hitzewochenende. "Ein typisches Anzeichen für eine Hitzeerschöpfung ist das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können." Schwindel, Übelkeit und Kreislaufstörungen seien ebenfalls möglich. Dann heißt es: schnell in den Schatten, Pause machen, viel trinken und eng anliegende Kleidung öffnen.

Wer dazu selbst nicht mehr in der Lage ist, sollte sich bei all dem helfen lassen. "Wenn der Betroffene wach ist, darf und soll er trinken", so Oberfeld. "Außerdem kann man ihn vorsichtig kühlen." Damit sei nicht gemeint, den Wasserschlauch auf den Körper zu richten, warnt der Mediziner. Die Temperatur wird sanft mit kalten Umschlägen gesenkt. Sanft, damit es wegen des drastischen Temperatursturzes nicht zu Kreislaufproblemen kommt. Nach ein bis zwei Stunden sei das Schlimmste überstanden, für den Rest des Tages aber weiter Schonung angesagt. Zuviel Hitze führt manchmal auch zu Bewusstlosigkeit. In dem Fall gilt: Den Ohnmächtigen in den Schatten bringen, in die stabile Seitenlage legen und den Rettungsdienst rufen. Getränke dürfen ihm nicht eingeflößt werden.

Besonders gefährdet von einem Schwächeanfall bei Hitze sind Oberfeld zufolge chronisch Kranke und ältere Menschen und diejenigen, die übermäßig viel Alkohol trinken. "Dadurch verschlechtert sich die Temperaturregulierung - und man merkt nicht, dass man überhitzt."

Weil der Kopf am meisten Hitze abbekommt, empfiehlt Oberfeld den Kopf besonders zu schützen, zum Beispiel mit Hüten.

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