Österreich warnt : Zillertal-Gäste sollen auf Corona-Symptome achten

Das Skigebiet Zillertal gilt inzwischen als Corona-Verbreitungsort. Heimkehrer sollten daher auf die typischen Symptome achten. /EPA/dpa-tmn
Das Skigebiet Zillertal gilt inzwischen als Corona-Verbreitungsort. Heimkehrer sollten daher auf die typischen Symptome achten. /EPA/dpa-tmn

Nicht nur Ischgl, auch der österreichische Skiort Zillertal ist inzwischen als Corona-Verbreitungsort identifiziert. Gäste sollten bei typischen Symptomen reagieren.

von
23. März 2020, 15:22 Uhr

Das Zillertal hat seine Gäste aufgerufen, auf mögliche Symptome einer Coronavirus-Infektion zu achten. Wer kürzlich dort gewesen sei und sich in Après-Ski-Lokalen und Bars aufgehalten habe, solle seinen «Gesundheitszustand genau beobachten», hieß es in einer Mitteilung der beliebten österreichischen Wintersport-Region.

Das Zillertal mit seinen ausgedehnten Skipisten liegt im Bundesland Tirol, das inzwischen vollständig unter Quarantäne steht. Es wird angenommen, dass viele Schneetouristen unter anderem aus Deutschland und Skandinavien das Virus aus ihrem Winterurlaub in ihre Heimatländer einschleppten. Österreichische Ski-Hütten sind zudem häufig Arbeitsorte ausländischer Saisonkräfte.

Die Unterkünfte im Zillertal sind bereits ihre Reservierungslisten durchgegangen, um kürzlich noch dort gewesene Gäste zu informieren. Am Wochenende veranlassten die Behörden den zusätzlichen Aufruf an Personen, die Bars und Restaurants in Mayrhofen, Gerlos, Zell am Ziller sowie Aschau-Kaltenbach zwischen dem 8. und 15. März besucht hatten.

Am Sonntag (22. März) lag laut Gesundheitsministerium die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Tirol bei 626 - rund ein Fünftel der in Österreich gemeldeten Fälle. Die Regionalregierung in Innsbruck erntete Kritik dafür, zu langsam auf den Ausbruch und die drohende Ausbreitung des Virus reagiert zu haben, bevor Skigebiete geschlossen wurden und die Region am 15. März unter Quarantäne kam.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen