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Reise und Tourismus

20. September 2017 | 20:20 Uhr

FKK : Wo zu viel Haut teuer wird

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was Freunde der Freikörperkultur infremden Ländern beachten sollten

Auf Mallorca müssen sich Touristen an neue Benimmregeln gewöhnen: Saufgelage am Strand und Badekleidung beim Stadtbummel in Palma sind künftig tabu. Doch auch in anderen Urlaubsorten weltweit ist nicht alles erlaubt. Eine Auswahl:

Barcelona: Kräftig zur Kasse gebeten werden Touristen in Barcelona, wenn sie mit Badeklamotten durch die Altstadt laufen. Wer mit nacktem Oberkörper herumläuft, zahlt 120, wer ganz nackt unterwegs ist, 500 Euro.

Dubai: „Strandbesucher – Männer oder Frauen – sollen konservative Badebekleidung tragen, die akzeptabel ist für Dubais Kultur“, heißt es in einem Verhaltenskodex für Urlauber in dem muslimischen Land. Sprich: Bikini ja, aber nicht zu knapp geschnitten. Außerhalb des Strandes sollten nicht nur Badesachen getragen werden. FKK ist ohnehin streng verboten. Küssen und der Austausch anderer Zärtlichkeiten kann als Erregung öffentlichen Ärgernisses gewertet werden.

Frankreich: Laut Fremdenverkehrsamt Atout France haben einzelne Gemeinden Regelungen erlassen. In Deauville zum Beispiel darf man sich nicht mit nacktem Oberkörper in der Innenstadt bewegen. Am Pariser Stadtstrand Paris Plage wird ein String oder ein nackter Frauenoberkörper mit einem Bußgeld von 38 Euro belegt. 38 Euro werden auch in einigen anderen Badeorten für zu wenig Textil fällig, wie zum Beispiel in La Grande-Motte, Saint-Tropez und Saint-Raphael.

Ostsee: Ohne Bußgelder kommt man meist an der deutschen Ostseeküste aus. „Mir sind keine Regelungen wie auf Mallorca bekannt“, so ein Sprecher des Tourismusverbandes MV. Gängig ist hier nur teilweise die Unterteilung in Textil- und FKK-Strände. Das müsse aber nicht besonders überwacht oder sanktioniert werden.

Italien: In vielen italienischen Städten müssen Urlauber aufpassen. In Venedig etwa ist es laut Fremdenverkehrsamt ENIT untersagt, in den Kanälen baden zu gehen und in der Stadt mit freiem Oberkörper herumzulaufen. Viele Verbote gibt es auch in der Stadt Cattolica (Emilia Romagna): Dort ist es nicht erlaubt, in der Stadt mit freiem Oberkörper herumzulaufen, Tiere mit an den Strand zu nehmen, am Strand zu campen, direkt am Wasser Ball oder Boccia zu spielen und laute Musik zu hören. Auf Capri, auf Ischia und in Positano sind Badeanzüge und freie Oberkörper in der Stadt ebenfalls verboten – genau wie das Spaziergehen mit Holzschuhen.

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