zur Navigation springen
Reise und Tourismus

25. November 2017 | 09:01 Uhr

Kambodscha : Wasserspaß im Dschungel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kambodscha ist bekannt für seine märchenhaften Tempel und Paläste. Doch immer mehr Reisende entdecken seine tropische Natur.

Der Bus von Angkor nach Phnom Penh geht früh. Der Weg in die kambodschanische Hauptstadt führt durch Skun, berühmt für seinen Spinnenmarkt. Die begehrtesten Produkte dort sind frisch frittierte Vogelspinnen sowie viele ähnlich zubereitete „Leckereien“ aus der Insektenwelt. Tütenweise wechseln geröstete Schaben, Grillen, Käfer, Larven den Besitzer. Meist wird der bizarre Snack an Ort und Stelle weggeknabbert. Für Einheimische gelten die Krabbeltiere als Delikatesse. Doch weder der angeblich gute Geschmack noch der unbestritten hohe Proteingehalt bewegen mich, auch nur das Beinchen einer Knusperspinne zu probieren.

Nach einem kurzen Intermezzo in Phnom Penh mit einer Tour durch Königspalast und Silberpagode und einem abendlichen Spaziergang an der Uferpromenade des Mekong setzen wir die Reise in Richtung Kardamomgebirge fort. Fast 300 Kilometer geht die Fahrt durch malerische Berglandschaften bis zum Dorf Tatai am gleichnamigen Fluss, wo uns ein kleiner Fischerkahn erwartet. Umringt vom dichten Tropengrün des Regenwalds steuert er flussabwärts.

Nach einer halben Stunde erreichen wir das Ziel: die 4-Rivers-Floating-Lodge – ein komfortables Zelthotel mitten im Fluss. Bei allen Annehmlichkeiten, die es uns bietet, bleibt doch der größte Luxus die exotische Natur, der man hier so nahe ist. Noch näher können wir ihr kommen, als es dunkel wird. In einem Boot brechen wir auf in die tropische Nacht. Selbst wenn wir wenig sehen, verraten unzählige Stimmen und Geräusche, wie vielfältig belebt um uns herum der Dschungel ist. Als Überraschung gibt es echte „Highlights“ – winzig, doch in Massen: Tausende von Glühwürmchen taumeln liebestrunken funkelnd durch die Finsternis.

Mit einem Bad im Fluss beginnt der nächste Tag. Den Tatai stromaufwärts schippern wir zu einem Ort, der uns sofort für sich behalten will. Die Wasserfälle des Tatai gefallen uns so gut, dass wir den ganzen Tag lang bleiben. Das klare Nass, das über große, glatte Felsen strömt, bevor es sich sechs Meter tiefer für einen Augenblick in brodelnden Schaum verwandelt, verlockt zum Planschen, Paddeln, Springen. Affen machen es uns vor: Die Riesensteine sind zum Klettern wie geschaffen. Hier und da haben sich zwischen ihnen Pools gebildet. Ein wunderbarer Platz zum Schwimmen, ein Naturspielplatz – auch für große Kinder!

In Zweierkajaks wird der Tatai erobert. Durch seine Strömung macht er es uns leicht. So bleibt genügend Kraft und Zeit, die Schönheit dieser Dschungel-Fluss-Landschaft in tiefen Zügen zu erleben.

Mit Begeisterung und eigener Muskelkraft kehren wir zurück zur River Lodge, wo eine kambodschanische Massage und wunderbares Essen auf uns warten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Leserreisen-Portal, oder über Ihrer Anfrage über das folgende Formular:

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen