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Reise und Tourismus

24. November 2017 | 14:21 Uhr

Royal Mansour : Tausendundeine Nacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Luxushotel „Royal Mansour“ in Marrakesch empfängt seine Gäste mit orientalischer Pracht.

Schon am Flughafen sind wir privilegiert. Noch bevor wir die Ankunftshalle betreten, empfängt uns ein Herr in schwarzem Anzug. Er hält ein Schild mit goldenen Lettern in die Höhe. „Royal Mansour“ lesen wir und werden in einen VIP-Raum geleitet, Pässe und Einreiseformulare werden uns abgenommen, denn derartig Profanes soll uns erspart werden. Während wir auf unsere Einreiseerlaubnis warten, werden gekühlte Getränke gereicht.

Nach kurzer Zeit werden wir abgeholt, um danach, vorbei an den Schlangen an den Passkontrollen, marokkanische Erde zu betreten. Um unsere Koffer wird sich selbstverständlich gekümmert, wir schweben am Zoll vorbei. Auf uns wartet eine Limousine, der Chauffeur mit weißen Handschuhen begrüßt uns mit einer kurzen Verbeugung: „Willkommen in Marrakesch“.

Die Fahrt vom Flughafen ist ein Eintauchen in den Orient. Neben klapprigen Autos poltern Eselskarren, zahlreiche Mopeds umfahren alte Männer, die seitwärts auf ihrem trippelnden Esel sitzen. Es geht entlang der roten Stadtmauer, welche die Altstadt umschließt, dann öffnet sich ein großes, verziertes Tor, eine Märchenwelt tut sich auf – das „Royal Mansour“.

Hausherr dieser Luxusherberge ist kein Geringerer als König Mohammed Vl selbst. Das 2010 eröffnete Prestigeobjekt des marokkanischen Herrschers im Herzen Marrakeschs besteht aus 53 dreistöckigen Villen unterschiedlicher Größe mit Pool auf der Dachterrasse und privatem Innenhof. Die Palastanlage erstreckt sich über 35  000 Quadratmeter und ist architektonisch der traditionellen Bauweise angepasst. Umgeben sind die Riads, marokkanische Stadthäuser mit Open-Air-Innenhof, von üppigen Gärten, Brunnen und Wasserläufen. Inmitten der lebendigen Medina ist hier eine Oase der Ruhe entstanden, geschaffen für Prominente, für Großfamilien aus dem Orient und für Royals, welche die Abgeschiedenheit suchen. Hier herrscht höchste Diskretion, so sehr, dass Service-Abläufe in unterirdische Gänge verbannt sind. Das Personal betritt die Riads diskret durch eine Hintertür. Angeblich sollen es 500 Angestellte sein, die sich um das Wohl der Gäste sorgen.

In der königlichen Anlage wurden keine Kosten gescheut. 1000 marokkanische Handwerker haben ihr Bestes gegeben, um der Welt ihre Kunstfertigkeit zu zeigen. Wir bewundern kostbare Zedernholzgitter, feine Stuckornamente schmücken die Wände neben poliertem Kalkputz in Tadelakt-Technik. Orientalisch opulent sind die schweren Seiden-Vorhänge und -Kissen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick nach oben, denn jeder Raum der Luxusanlage hat eine unterschiedliche Kassettendecke mit filigranen Messingleuchten. Alles ist handgefertigt, nicht nur unzählige Mosaiken und Intarsien, auch das schwere, prächtige Eingangsportal.
Für die exquisite Qualität der drei Restaurants ist der französische Dreisternekoch Yannick Alléno verantwortlich. In zwei Bars, einer Bibliothek, einem Zigarrenclub und im 2500 Quadratmeter großen Spa lässt sich stilvoll entspannen. Nach dem Hammambesuch stehen ein Indoor- und ein Außenpool den Gästen zu Verfügung. Als dann der laute Ruf des Muezzin „Allahu akbar“ von der Koutoubia-Moschee ertönt, lehnen wir uns zurück in die samtseidenen Kissen und genießen den märchenhaften Luxus des Orients.


 

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