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Reise und Tourismus

18. November 2017 | 07:45 Uhr

Wandertour : Sand und Meer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unterwegs von Cap Ferret nach Biarritz zu der größten Wanderdüne Europas

An der Cote d’Argent (Silberküste) im Südwesten Frankreichs findet jeder seinen Lieblingsplatz. Gourmets zieht es ans Bassin d’Arcachon in Nachbarschaft zur Weltweinhauptstadt Bordeaux, Surfer nach Hossegor und Biarritz. Dazwischen warten viel Natur und großartige Sehenswürdigkeiten auf ihre Entdeckung. Am besten zu erkunden mit dem Wohnmobil oder mit dem Rad: der europäische Radfernweg Vélodyssée verläuft entlang der gesamten Küste.

Die Dune du Pilat ist so kaum zu verfehlen. In gigantischer Ausdehnung legt sie sich den Reisenden in den Weg. Der Sandkoloss gilt als das Naturdenkmal Frankreichs, das die meisten Touristen anzieht. Jährlich rund eine halbe Million Menschen haben es bisher jedoch nicht geschafft, die mit knapp 110 Metern größte Sanddüne Europas platt zu trampeln: Wind und Wetter sind einfach stärker. Wie stark kann man an den verdorrten Bäumen an der Lee-Seite sehen. Die Düne ist dabei, sie wie eine Walze zu überrollen, im Zeitlupentempo selbstverständlich. Drei bis fünf Meter wandert die Düne pro Jahr ins Landesinnere.

Von oben genießt man einen majestätischen Blick über riesige Pinienwälder, die Dünung des Atlantiks und das Bassin d’Arcachon. Cap Ferret umschließt es fast ganz. Nur die starke Strömung des Flusses Leyre sorgt für einen freien Meereszugang. Die Vermischung von Salz- und Süßwasser macht das Wasser in der Bucht besonders nährstoffreich. Fischerei und Austernzucht haben hier Tradition. Rund um die Bucht isst man besonders gut. Das mediterrane Klima und die abgeschottete Lage zogen schon immer Prominenz an. Am Kap haben unter anderem Alain Delon und Jean-Paul Belmondo einen Ferienwohnsitz.

Gen Süden im Departement Landes erstrecken sich vor allem die riesigen Pinienwälder, die auf Anordnung Napoleons gepflanzt wurden, um das ehemalige Sumpfgebiet trocken zu legen. Heute bilden sie das größte Waldgebiet Westeuropas und sorgen zusammen mit der salzigen Meeresbrise für gesunde Luft. Durchgängig über 250 Kilometer säumt der breite Sandstrand die grüne Küste. Hier kann man tatsächlich auch mitten in der Hochsaison ganz allein am Meer sein.

Der am geringsten besiedelte Landstrich der französischen Küste bietet viel Ursprünglichkeit. Am besten zu erleben auf dem Courant d'Huchet. Vom kleinen Ort Leon aus starten bei gutem Wetter Bootsfahrten durch den „kleinen Amazonas“. Fauna und Flora sind hier besonders artenreich: allein schon über 270 Vogel- und knapp 40 Schmetterlingsarten leben hier. Sogar ein Hibiskus, der sonst nur im brasilianischen Regenwald zu finden ist, gedeiht prächtig.

In Hossegor und Capbreton nimmt das Leben wieder Fahrt auf. Die Surf City Hossegor ist weltweit ein Begriff. Jährlich im September trifft sich hier der Weltcup der Wellenreiter zum Wettkampf. Den lässigen Lebensstil der Surfer spürt man den ganzen Sommer lang. Das Meer gibt den Takt vor. Hinter Hossegor liegen bereits das Baskenland und das mondäne Seebad Biarritz.

Informationen:

Anreise: Von Hamburg mit dem Wohnmobil 1500 Kilometer über Paris, Tours, Bordeaux. Per Flugzeug nach Bordeaux mit Umsteigen in Paris.

Übernachtungsbeispiele: Hotel Le Mercedes, Avenue du Tour du Lac, F-40150 Hossegor , Tél.: +33 (0)5 58 41 98 00; www.hotel-mercedes.com. Doppelzimmer ab 95 Euro.

Internet: www.tourismelandes.com; www.tourisme-aquitaine.fr

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