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Reise und Tourismus

16. Dezember 2017 | 12:15 Uhr

Tourismus : Modernes Oslo

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Norwegens urbanes Zentrum erfindet sich neu.

Wer mit Norwegens Hauptstadt Oslo seit längerem vertraut ist, reibt sich staunend die Augen. Der bis zum Jahrtausendwechsel vorherrschenden nüchternen Architektur der Stadt geht es in immer schnelleren und größeren Schritten „an den Kragen“. Traditionsreiche Stadtviertel werden mit Bedacht modernisiert; spannende neue Quartiere wie Tjuvholmen oder Vulkan entstehen, wo früher Gewerbeeinerlei oder Brachland beheimatet waren.

Eines der neuesten Beispiele kreativer Stadtentwicklung ist die Insel Tjuvholmen, die „Insel der Diebe“, auf der diese bis in das 18. Jahrhundert öffentlich gehängt wurden. Heute beeindruckt das Viertel mit modernen Wohn- und Bürogebäuden, die von mehr als 20 Architekten entworfen wurden. Highlights sind dabei das Astrup Fearnley-Museum für moderne Kunst und das benachbarte und mehrfach ausgezeichnete Designhotel The Thief.

Ganz im Zeichen nachhaltiger Stadtentwicklung steht das neue Vulkan-Viertel. Das ehemalige Industriegelände am Fluss Akerselva ist mittlerweile Standort von Oslos erster Markthalle, Schulen, Restaurants, Wohnungen und Büros geworden. Das Gros der Häuser wird durch vor Ort gewonnene erneuerbare Energie versorgt: Wärmepumpen verteilen heißes Wasser aus 50 eigenen Geo-Brunnen im Viertel; Solarzellen sorgen für die Stromgewinnung.

Markantestes Beispiel für Oslos Moderne ist das Stadtviertel Bjørvika, ein ehemaliges Hafengelände im innersten Oslofjord. Sein bisher bekanntestes architektonisches Highlight ist das Osloer Opernhaus in Form eines Gletschers. Ein weiterer wahrer Eyecatcher ist das Barcode-Projekt, das gemeinsam von den Architekturbüros MDRDV (Rotterdam) und den norwegischen Firmen DARK Architects und A-lab entwickelt wurde.

Hier sind multifunktionale Hochhäuser entstanden, die aus der Ferne betrachtet gemeinsam einen Barcode bilden. Auch das neue Munch Museum wird, voraussichtlich 2019, in Bjørvika direkt neben der Oper seine Pforten öffnen.


Infos: www.visitoslo.com; www.nrk.no; www.vulkanoslo.no

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