Umweltschutz : Keine Übernachtungen mehr auf Thailands Similan-Inseln

Massentourismus wie in Phuket ist auf Thailands Inseln nicht mehr erwünscht. Koh Phi Phi hat etwa die Maya Bay gesperrt. Die Similan-Inseln nehmen keine Übernachtungsgäste mehr auf.
Massentourismus wie in Phuket ist auf Thailands Inseln nicht mehr erwünscht. Koh Phi Phi hat etwa die Maya Bay gesperrt. Die Similan-Inseln nehmen keine Übernachtungsgäste mehr auf.

Immer mehr Touristen zieht es nach Thailand. Gerade für Taucher hat das Land einiges zu bieten. Für die Meereswelt hat das jedoch bedrohliche Folgen. Durch ein Übernachtungsverbot versuchen die Similan-Inseln nun, weitere Umweltschäden zu verhindern.

svz.de von
09. Oktober 2018, 15:39 Uhr

Touristen dürfen künftig nicht mehr auf den Similan-Inseln in Thailand übernachten. Mit dieser Maßnahme will die Regierung des südostasiatischen Landes die durch den Massentourismus verursachten Umweltprobleme in den Griff kriegen.

Das Verbot trat jetzt in Kraft und betrifft alle Übernachtungen, ausgenommen sind nur einige Tauchanbieter. Tagesausflüge zu den etwa 80 Kilometer nordwestlich von Phuket liegenden Inseln bleiben erlaubt.

Die Similan-Inseln sind die bekannteste Inselgruppe in der Andamanensee und vor allem wegen ihrer Korallenriffe bei Touristen beliebt. Gerade diese Riffs haben aber in den vergangenen Jahren Schaden genommen.

Bereits im Juni sperrten die Umweltbehörden den aus dem Film «The Beach» weltberühmten Strand in der Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi. Zuvor hatten jeden Tag etwa 5000 Touristen die kleine Bucht besucht. Die Schäden an den Korallen erwiesen sich als gravierend. Die ursprünglich auf vier Monate ausgelegte Sperre wurde bis auf weiteres verlängert.

Thailands boomende Tourismusindustrie trägt mehr als 20 Prozent zur Wirtschaft des Landes bei. Im vergangenen Jahr besuchten 35 Millionen Menschen Thailand, in diesem Jahr werden 38 Millionen Touristen erwartet.

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