zur Navigation springen

Reisetipp : Kambodscha: In der Stadt der Götter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nirgendwo sonst auf der Welt stehen so viele Sakralbauwerke so dicht nebeneinander wie in den einstigen Königsresidenzen der alten Khmer.

svz.de von
erstellt am 28.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Der Sonnenaufgang über Angkor Wat ist großes Kino. Von allen Seiten strömt das Publikum in die 900-jährige Tempelstadt im Nordwesten von Kambodscha, stolpert durch die kühle Finsternis des frühen Morgens. Auf dem Weg über den Wassergraben, der den knapp zwei Quadratkilometer großen Komplex als symbolisches Ur-Weltmeer umgibt, wird es allmählich eng. Hunderte drängen sich vor dicken, dunklen Mauern. Nur schemenhaft erkennbar sind die Konturen der alten Götterburg.

Einst religiöses Zentrum im Königreich der Khmer, zählt das Superbauwerk heute zu den international bekanntesten. Jährlich lockt es über vier Millionen Reisende in das kleine südostasiatische Land, das zu den ärmsten der Welt gehört.

Endlich wird es heller – und bewölkt sich. Die Morgenröte über Angkor Wat fällt heute aus. Macht überhaupt nichts! Das ungünstige Fotowetter bringt Platzvorteile. Denn viele Sonnenaufgangsfotografen sind schon wieder im Hotel oder gar nicht erst gekommen. Ohne allzu großen Trubel erkunden wir den einzigartig schönen Ort mit reich verzierten Tempelhallen, Höfen, Skupas und Skulpturen. Immer wieder andere Details, immer wieder neue Perspektiven. Allein 2000 Himmelstänzerinnen zieren als Reliefs die Wände der Gebäude. Junge zeitgenössische Kollegen der steinernen Grazien posieren ganz lebendig und in schillernden Kostümen für Touristenfotos.

Vom höchsten der fünf Türme reicht der Blick weit in die alte Dschungeltempelstadt hinein. Nun sehen wir deutlich, dass Angkor Wat – größter Sakralbau der Erde – hier nur einer von vielen ist. Mehr als tausend Tempel und Heiligtümer diverser Größe sind über 200 Quadratkilometer verstreut. Die meisten sind nur noch Ruinen, im tropischen Dickicht versteckt. Manche sind erstaunlich gut erhalten.

Ein halbes Dutzend Tempel und andere Gebäude besuchen wir. Ta Prohm, der nach Angkor Wat wohl zu den berühmtesten Bauwerken des Komplexes gehört, beeindruckt uns mit seinen von riesigen Bäumen durchwachsenen Mauern und Wänden. Die vielen Türme des Bayon-Tempels sind mit meterhohen, wunderschönen Gesichtern geschmückt. Er zieht uns ebenso in seinen Bann wie der etwas weiter ab gelegene, im zehnten Jahrhundert gebaute Banteay Srei mit seinen kunstvollen Ornamenten sowie die prächtigen Tore und Mauern der alten Königsstadt Angkor Thom. Von den obersten Stufen des Pyramidentempels Pre Rup sehen wir die Sonne untergehen.

Einreise: Deutsche benötigen kein Visum, nur den noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass.
Rundreise-Tipp: „Kambodscha natürlich erleben“ heißt eine neuntägige Rundreise von Meiers Weltreisen, ab 1  299 Euro/p.P. im DZ, www.meiers-weltreisen.de
Gesundheit: Die Standardimpfungen werden vom Auswärtigen Amt empfohlen.
Geld: Genügend Bares in möglichst kleinen US$-Banknoten (allg. übliches Zahlungsmittel) mitnehmen. Die Scheine dürfen nicht geknickt/beschädigt sein. Barabhebungen an Geldautomaten nur mit Kreditkarte möglich.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen