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Hurrikan : „Irma“: Auswirkungen für Urlauber

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Folgen des Hurrikans sind je nach Region sehr unterschiedlich. In einigen Reisegebieten gab es massive Schäden.

Während Touristen und Anwohner in der Dominikanischen Republik vergleichsweise Glück hatten, verursachte Hurrikan „Irma“ im Norden Kubas erhebliche Schäden. Noch gibt es keine vollständige Bestandsaufnahme zu allen betroffenen Reisegebieten – aber einen ersten Überblick für Urlauber:

KUBA: Derzeit ist nicht bekannt, dass im Norden Kubas ausländische Touristen zu Schaden gekommen sind, informiert das Auswärtige Amt. Personenschäden konnten offenbar weitestgehend vermieden werden – aufgrund intensiver Vorsorgemaßnahmen der kubanischen Behörden. Vor Ort gebe es oft noch Stromausfälle. Auch der Zugang zu mobilen Netzwerken ist unzuverlässig und nicht überall im Norden Kubas möglich.

Die deutsche Botschaft in Havanna ist derzeit nur für Notfälle erreichbar – und auch dann nur eingeschränkt. Reisende sollten weiterhin engen Kontakt mit ihren Reiseveranstaltern und Reiseleitern vor Ort halten, rät das Auswärtige Amt. Außerdem sollten sie Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten.

Thomas Cook sagt nach eigenen Angaben alle Reisen nach Varadero und Havanna bis einschließlich 25. September ab. Auch Rundreisen hat der Veranstalter bis einschließlich 30. September storniert. Kunden können Anreisen bis einschließlich 25. September kostenfrei umbuchen oder stornieren. Varadero, das größte Touristenzentrum der Insel, sowie die Hauptstadt Havanna haben zudem besonders schwere Schäden erlitten. Deshalb holt Thomas Cook seit gestern alle Gäste, die bereits vorher evakuiert wurden und wohlauf sind, nach Deutschland zurück. Betroffene werden informiert.

DER Touristik wird keine neuen Gäste nach Kuba befördern – bis zum 18. September. Betroffene erhalten auch hier den Reisepreis unverzüglich zurück. Urlauber vor Ort werden in den kommenden Tagen ausgeflogen.

Auch der Reiseveranstalter Tui sagt alle Reisen nach Varadero, Havanna sowie St. Clara mit Anreisedatum bis 18. September ab. Für alle anderen Regionen auf Kuba gilt: Tui-Kunden können für Anreisen bis einschließlich 14. September kostenfrei umbuchen oder stornieren.

Cayo Cocos, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria: Die Infrastruktur auf den vorgelagerten Inseln im Norden Kubas wurde ebenfalls nachhaltig beschädigt, berichtet Thomas Cook. Deshalb sagt der Veranstalter alle Reisen in diese Regionen bis 31. Oktober ab.

ST. MARTIN: Die Insel St. Martin im Karibischen Meer ist nach Angaben von Tui am schwersten betroffen. Deshalb bietet der Reiseveranstalter dorthin voraussichtlich bis einschließlich 30. September keine Reisen an.

FLORIDA: Auf den Florida Keys wurden Bewohner und Gäste evakuiert. Nach Angaben des Auswärtigem Amtes können sie derzeit nicht dorthin zurückkehren. In den Gebieten ist es auch zu weitrei-chenden Stromausfällen gekommen, die Kommunikation ist in vielen Regionen zusammengebrochen.

Thomas Cook sagt alle Reisen auf die Florida Keys bis zum 30. September ab. Reisen in andere Regionen Floridas storniert der Veranstalter bis einschließlich 18. September.

Auch DER Touristik befördert bis zum 18. September keine neuen Gäste nach Florida. Betroffene Kunden erhalten den Reisepreis nach Angaben des Veranstalters zurück. Für Reisen auf die Florida Keys sind Umbuchungen und Stornierungen bis zum 25. September kostenfrei möglich. Die Landverbindung zum Festland sei derzeit gesperrt.

Laut Tui ist Miami Beach nach jetzigem Kenntnisstand weniger stark betroffen als zunächst befürchtet. Allerdings gelten in Teilen Florida derzeit noch Ausgangssperren. Laut Auswärtigem Amt sollten Reisende Schutzräume erst nach offizieller Entwarnung verlassen.

Tui-Kunden mit Anreisedatum bis einschließlich 18. September können gebührenfrei ihre Reise umbuchen oder stornieren. Für Gäste vor Ort, die einen Flug oder weitere Leistungen über Tui gebucht haben, organisiert der Reiseveranstalter auf Wunsch vorzeitige Rückflüge oder alternative Reiserouten.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK: In der Dominikanischen Republik hat Hurrikan „Irma“ keine größeren Schäden verursacht. Darauf macht das Ministerium für Tourismus aufmerksam, wie der zuständige Tourismusverband berichtet. Demnach sei die touristische Infrastruktur intakt. Seit vergangenem Sonnabend laufen sämtliche Flughäfen und Hotelanlagen im Normalbetrieb. Das gilt unter anderem für touristische Gebiete wie Punta Cana, Bávaro, La Romana und Santo Domingo, aber auch für Puerto Plata und Samaná.

Reiseveranstalter Thomas Cook berichtet, dass ab sofort alle Anreisen in die Dominikanische Republik wie geplant stattfinden. Ein regulärer Hotelbetrieb sei gewährleistet. Auch der Reiseveranstalter Tui meldet, dass in der Dominikanischen Republik die meisten Urlauber in ihre Hotels zurückkehren konnten und ihren Urlaub fortsetzen. Mittlerweile herrsche nahezu vollständig Normalbetrieb. Das gelte auch für die Bahamas.

Autorin: Isabelle Modler

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