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Reise und Tourismus

21. August 2017 | 12:19 Uhr

Madeira : Insel des ewigen Frühlings

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Madeira gehört zu Portugal und liegt nördlich der Kanaren, 600 km westlich von Afrika.

Wer bei trübem Wetter Deutschland verlässt, ist bei der Ankunft berauscht von Madeiras Blütenpracht. Das gleichmäßig warme Klima im Süden der Insel und der Wasserreichtum im Norden sorgen für eine üppige Vegetation. Das Grün der Farn-, Moos-, Lorbeerwälder kombiniert mit dem Lila der Jacarandabäume, dem Orange der Strelitzien, dem Weiß der Margeriten, dem Blau der Hortensien, dem intensiven Pink des Madeira-Storchschnabels – auf Madeira herrscht ein Fest der Farben.

In Funchal schlendern wir über die Av. Arriaga unter einem Tunnel von blühenden Jacarandabäumen hindurch, bewundern die verspielte portugiesische Architektur. Häuser mit den typisch blauen Kacheln, den Azulejos, erinnern an Lissabon – wie auch die engen Gassen der Altstadt. Wir besichtigen die opulente Kathedrale, besuchen eine für Madeira typische Stickerei und sind eingeladen zu einer Madeira-Weinprobe. Danach fahren wir mit der Seilbahn auf den Monte, Funchals Hausberg.

Von hier geht es auf rasante Art wieder bergab: In einem Korbschlitten auf mit Seife eingeschmierten Kufen, gelenkt von zwei Männern, düsen wir in voller Fahrt den Berg hinab. Früher dienten die Schlitten dem schnellen Transport, heute ist es eine Gaudi für Touristen.

Wir verlassen die Hauptstadt Madeiras gen Osten der bergigen Insel, die besonders bei Wanderern beliebt ist. Für jeden Schwierigkeitsgrad gibt es gekennzeichnete Wanderwege, wie z.B. entlang einer Levada, einem Bewässerungskanal, wo das Wasser des Nordens in den Süden fließt. Begleitet vom leisen Plätschern wandern wir durch dichten Lorbeerwald und atmen die klare Luft der Insel.

Ganz im Norden, in Santana, befinden sich noch heute traditionelle, strohgedeckte Bauernhäuser. Die farbenfrohen, fotogenen, unter Denkmalschutz stehenden Häuser sind heute Museen, um zu zeigen, in welch spartanischen Verhältnissen die Bewohner früher lebten. Hier wird auch Madeiras Nationalgetränk Poncha angeboten, ein Mixgetränk aus Orangensaft, Zitronensaft, Zuckerrohrschnaps und Honig. Köstlich!

Nach der Fahrt durch Madeiras spektakuläre Bergwelt, fahren wir zurück nach Funchal, um uns im Belmondo Reid´s Palace Hotel verwöhnen zu lassen. Das edle Traditionshotel ist seit Generationen Zufluchtsort vermögender Briten, weit weg vom feuchten Klima Englands. Und was gibt es Schöneres, als auf der Terrasse des Hotels Teatime zu genießen mit Blick auf das blaue Meer und den ebenso blauen Himmel. Leider haben wir den berühmtesten Sohn Madeiras nicht angetroffen, nach dem der Flughafen im März 2017 benannt wurde: Cristiano Ronaldo.

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erstellt am 22.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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