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Reise und Tourismus

16. Dezember 2017 | 12:18 Uhr

Reise-Tipp : Insel der Mythen und Legenden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf Zypern, der drittgrößten Insel des Mittelmeeres, geht es nicht nur um die Antike.

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2015 | 16:00 Uhr

So viel steht fest: Aphrodite, die Göttin der Schönheit und der Liebe, war kein Kind von Traurigkeit. Weder Dramen noch Intrigen oder Schmerzen scheute die antike Dame, die aus den schäumenden Wellen des Meeres entsprang. Der Mythos um ihre Geburt ist eng mit der Insel Zypern verbunden.

Da bieten die Mosaike im archäologischen Park von Pafos einen exzellenten Einstieg in die zypriotische Geschichte. Hier lässt es sich entspannt und ebenso amüsiert durch die griechische Geschichte mäandern, der in den historischen Hütten und Palästen im wahrsten Sinne des Wortes viel Raum gegeben wurde. Am Besten mit Fabio Petrolillo an der Seite.

556 Quadratmeter Mosaikböden, teilweise aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammend – ausgelegt in 40 Räumen – verzaubern hier das Auge des Betrachters. Tragische, herzzerreißende Geschichten weiß Fabio von Daphne und Apollo, von Kastor und Pollux zu berichten. Er kennt sie alle die Dramen, die nicht nur Shakespeare Vorlage für Romeo und Julia lieferten, sondern – so scheint es – auch Beispiel geben für Intrigenketten gegenwärtiger Soaps. Fabio haucht ihnen mit seinen Erzählungen wieder Leben ein. Tatsächlich taucht er dann leibhaftig auf in der Menge, der Narziss.

Gegen den Schreck hilft ein Schluck erfrischendes Adoniswasser und die Aussicht auf die vielfältige Meze der zypriotische Tafel. Da erfreuen Halloumikäse, Tsatziki, Humus, Olivenbrot, Salat, gefüllte Weinblätter und der gute rote Wein, den es auch auf der Insel gibt. Hier lässt es sich genießen wie bei den alten Griechen.

Aber Vorsicht: Die Kunst des Maßhaltens will hier streng beherrscht sein. Denn sind diese Leckereien erst verzehrt, kommen Lamm, Huhn, Souvlaki und Rind auf den Tisch.

Da kommt sie sehr gelegen, die Begegnung mit Thomas Wegmüller in Limassol. Der österreichische Mountainbike-Champion von 1985 führt Bewegungsfreudige per Velo an die schönsten Orte der Insel. Und bei seinen Zweirädern handelt es sich nicht um vernachlässigte Drahtesel, sondern vielmehr um erstklassige Rennmaschinen. Damit lassen sich die Berge bezwingen, so wie einst der heilige Christopherus den Drachen besiegte.

„Der Drache ist ein Symbol für den Berg, für Herausforderungen, die es zu bezwingen gibt“, macht Fabio deutlich.

Diese Szene zeigt auch die kleine Mini-Ikone, die es unterwegs geschenkt gibt. Kitschig ist es, dieses sakrale Souvenir, aber auf dem heimischen Schreibtisch macht sie sich dennoch recht gut.

Denn in den Denkpausen wandern die Gedanken zurück auf die Insel der duftenden Blumenwiesen, zu den spannenden Mythen und Legenden, den aufgeschlossenen Menschen. Und dem gnadenlos guten Essen.

Infos: www.visitcyprus.com

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