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Flusskreuzfahrt : Indien vom Wasser aus erleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eine unvergessliche Flusskreuzfahrt auf dem Ganges mit der RV Bengal Ganga.

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Manchmal muss man einen langen Atem haben. Fünf Jahre lag die Bengal Ganga in Wartestellung auf behördliche Genehmigungen, bevor das Schiff endlich auf Reisen gehen durfte. Eigner Raj Singh, der auch verschiedene Luxuszüge wie den Palace on Wheels auf dem indischen Subkontinent betreibt, bewies Geduld und machte seinen Traum wahr: Indien vom Wasser aus, auf die ebenso authentische wie beschauliche Tour.

Überall dominiert Teakholz auf der im Kolonialstil gehaltenen Bengal Ganga. Die 28 Kabinen sind gediegen und heimelig, die Bäder darin haben allen Komfort. Auf dem Sonnendeck mit seinem Schattendach warten gepolsterte Liegestühle. Tee, Kaffee und Erfrischungen stehen immer bereit.

In Kalkutta legt die Bengal Ganga ab, tourt zunächst auf dem Hugli, einem Mündungsarm des Ganges, entlang. Weil der Hugli nicht sehr breit ist, erlebt man das Alltagsleben in den Dörfern am Ufer wie von einer schwimmenden Bühne aus. Kinderlachen und Küchengerüche wehen herüber, Leute winken und rufen einen Gruß. Unterwegs wird Chandannagar besucht, das 1673 als französische Kolonie gegründet wurde. Ein Stück weiter beeindruckt Kalna mit seinen Terrakotta-Tempeln ebenso wie später die einstige bengalische Hauptstadt Akbarnagar mit ihren Moghul-Bauten.

In Simaria nehmen Pilger ihr Morgenbad im Ganges.
In Simaria nehmen Pilger ihr Morgenbad im Ganges. Foto: diemar (2)
 

Kurz davor gleitet das Schiff zur einzigen Schleuse in Farraka, wo der Ganges erreicht wird. Für die Inder ist der Fluss weiblich. „Mutter Ganga“ wird der Strom genannt, der die Lebensgrundlage für rund 400 Millionen Menschen darstellt. Riesig breit ist er, heilig und rein, was immer auch in seinen Fluten treibt. Überall an seinen Ufern baden Pilger im trüben, aber schnell strömenden Wasser.

Die Reise mit der Bengal Ganga führt durch ein ländliches Indien mit wenig bekannten Sehenswürdigkeiten. Die Überreste der buddhistischen Universität von Vikramshila gehören dazu und das nahe Reservat für Ganges-Delfine, die sich im Fluss tummeln. Über 200 Vogelarten sowie Schildkröten, Otter und Wasserbüffel am Ufer sind zudem zu beobachten. Die Granitfelsen von Sultanganj mit Shiva-Tempel und benachbarter Moschee zählen ebenso zu den Entdeckungen wie der Besuch einer Yoga-Schule und eines Marktes.

Erholung bietet vor allem das Schiff selbst. Die Crew, von Kapitän Naik über die Stewards bis hin zu den einfachen Matrosen, ist von überwältigender Herzlichkeit. Küchenchef Pradeep verwöhnt die Gäste mit indischen und europäischen Köstlichkeiten, der deutschsprachige Reiseleiter Sumit kümmert sich um jedes Anliegen. Da der Ganges ab Simaria wegen Pontonbrücken nicht mehr befahrbar ist, führt die Reise per Bus zum weltweit bedeutendsten buddhistischen Wallfahrtsort Bodhgaya und weiter nach Varanasi, der heiligsten Stadt der Hindus.

Hintergrund: Flusskreuzfahrt in Indien buchen

  • Das Schiff ist von Herbst bis Frühjahr unterwegs auf dem Ganges (außerhalb der sommerlichen Monsunzeit).
  • Die besten Monate mit angenehmen Temperaturen sind Oktober/November sowie Februar/März. Im Dezember und Januar kann es auf der Route regnen und zuweilen recht kühl sein.
  • Buchung: Emporium Travel www.emporiumtravel.de sowie Indien Special Tours, www.indien-special-tours.de


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