zur Navigation springen
Reise und Tourismus

18. November 2017 | 13:15 Uhr

Dänemark : Im winterlichen Kopenhagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schön ist Kopenhagen auch wenn es schneit. Nicht so voll. Ruhig. Eislaufen kann man, Museen besuchen – und wunderbar essen.

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2017 | 10:00 Uhr

Die königlichen Anlagen sind es, die den Städtebummler beeindrucken. Besonders, wenn er vom Wasser aus auf die „kultivierteste aller Städte“ zufährt. Kuppeln ragen in den Himmel, Paläste und Kirchen. Neben den Schlössern, der neuen Architektur, ist es das Flair, das nachhaltig wirkt.

Im Winter ist man unter sich. Gelassen geht man über den Ströget, die längste Einkaufsstraße Europas, ohne zwischen Touristen in Hektik und Kommerz unterzugehen. Dicht gesät sind hier die guten Geschäfte, Restaurants und Cafés. Es findet sich typisch Dänisches, Silberschmuck, Porzellan und Tabakspfeifen.

Auf dem Amagertorv schlägt das Herz des Ströget: man sitzt im Café Europa, dem Klassiker, im Café Norden, das mit Jugendstildekor wie ein Wiener Kaffeehaus wirkt. Das Royal Café neben dem Royal Copenhagen Porcelain aber ist in: Lüster und Engel hängen von Decken, Gemälde an hohen Wänden. Kerzenleuchter flackern, Möbel in Pastelltönen und getürmte Leckereien machen die Atmosphäre „hyggelig“, gemütlich. Schneeflocken draußen, drinnen „Smushi“ – Smörrebröd in Sushigröße, serviert auf China-Porzellan. Unverschämt teuer, aber auch unverschämt gut.

Noch bei null Grad sitzen die Kopenhagener draußen, in Decken gehüllt, rauchen und trinken; wir gesellen uns mit einem „Glog“, Glühwein mit Mandeln und Rosinen, hinzu. Vor uns der Reiherbrunnen, dahinter Schloss Christiansborg, Sitz des Folketing, Amtssitz der Königin, Nörgaards Pop-Gobelins in den Prunksälen.

Zum Aufwärmen ins Kaufhaus Illum Bolighus: exquisites dänisches Möbeldesign. Die Östergade mit Haute Couture-Läden führt zum Kongens Nytorv. Der Platz schmückt sich mit dem Magasin du Nord, dem Königlichen Theater, dem Nobelhotel Angleterre. Ganz nah Kopenhagens Bilderbuchzeile: das Hafenbecken Nyhavn mit Kneipen und Restaurants, 300 Jahre alten Häusern und altgedienten Dreimastern. Dreimal sogar nahm H.C. Andersen hier Wohnung.

Die Ny Carlsberg Glyptotek zeigt ägyptische Kunst und französische Impressionisten. Galerien mit moderner Kunst sind über die Innenstadt verstreut. Fast alles ist zu Fuß erreichbar. Das schont in der teuersten Metropole der Welt den Geldbeutel.

Ein „Pölser“, rote Wurst im Brötchen, dazu ein Carlsberg im „Victor“. Dann mit den Kindern zum Eislaufen ins Tivoli oder auf die zugefrorenen Seen. Abends wird’s märchenhaft: Tausende Lämpchen verzaubern die Stadt. Das Szeneviertel Vesterbro hinterm Bahnhof erblüht. Hipp ist das Café Granola; im ‚Sticks’n Sushi‘ kommt man schnell mit Dänen ins Gespräch. Das Smörrebröd im „Slotskaelderen“, hochgetürmt mit Hering oder Lachs, ist ein Genuss. Fine Dining beim Starkoch René Redzepi im legendären „Norma“: geeister Ziegenkäseschnee an Rindermark, Rehfilet in Heu mit Erbspüree für 270 Euro! Junge Köche besinnen sich inzwischen jedoch wieder auf Bodenständiges: Schwein, Schwarte, Beeren.

Reise-Informationen

Wohnen: Günstig im Winter sind Land-Ferienhäuser.

Copenhagen Card: Freie Eintritte in Museen, freier Transport bei Tag und Nacht mit Bus, Bahn, Metro im Großraum Kopenhagen. Stadtführung inkl.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen