Unterwegs in MV : Im Durchbruchtal von Warnow und Mildenitz

Peter Harbarg empfiehlt eine Wanderung durch das Durchbruchtal von Warnow und Mildenitz.
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Peter Harbarg empfiehlt eine Wanderung durch das Durchbruchtal von Warnow und Mildenitz.

Familienfreundliche Wanderung durch urwüchsiges Naturschutzgebiet

svz.de von
11. Juli 2015, 16:00 Uhr

Wandertipp Nummer eins stammt von Peter Harbarg, pensionierter Wanderwegewart aus Neubrandenburg. Der Rundweg führt über zirka zehn Kilometer durch das Durchbruchtal von Warnow und Mildenitz.

Das Auto parkt für diese Route am Wasserwanderrastplatz in Sternberger Burg. Von hier folgt man dem Lauf der Mildenitz, die nach etwa zwei Kilometern in die Warnow mündet. Das erste Ziel ist Groß Görnow. Dieses Wegestück teilt sich der Wanderer mit Radfahrern, die auf dem Radfernweg Hamburg-Rügen unterwegs sind, und wenig Kfz-Verkehr. Am Ufer der Mildenitz sind die Spuren der wieder angesiedelten Biber deutlich zu erkennen. Ansonsten prägen Schafweiden das Bild. Am höchsten Wegepunkt zwischen Sternberger Burg und Groß Görnow lädt ein Aussichtsturm ein, noch ein wenig höher zu steigen, um die hügelige Endmoränenlandschaft zu genießen.

In Groß Görnow ist der Weg zur Kanu-Einsatzstelle an der Warnow und zum Wanderrundweg gut ausgeschildert. Vorbei an einem für Mecklenburg so typischen Großsteingrab geht es zum Ufer der Warnow. Diese fließt hier mit starker Strömung in Richtung Ostsee. Der Wanderer bleibt natürlich trocken. Für ihn gibt es einen romantischen Waldweg am Fuße des Hochufers bis zur ersten hölzernen Brücke, an der sich eine Rast anbietet.

Ein paar 100 Meter weiter zweigt ein Weg zum slawischen Burgwall ab. Diesen etwa einen Kilometer langen Umweg sollte der Wanderer unbedingt einschlagen. Zwar ist vom Burgwall wenig zu erkennen, aber der weite Blick, den man von hoch oben hat, ist einmalig. Zurück am Fluss geht es weiter bis Klein Raden. Die Warnow ist hier von einem breiten Schilfgürtel geschützt. Es gibt noch eine alte Badeleiter, Relikt der früheren Badestelle eines Kinderferienlagers. Diese dient als Ausstiegsstelle für die zahlreichen Kanufahrer, kann aber auch für einen Sprung in die Warnow genutzt werden.

An dieser Stelle führt die zweite Brücke über die Warnow. Auf der anderen Seite des Flusses verläuft der Weg oberhalb des Hochufers. Das Bild des Hanges ist geprägt von hunderten Findlingen. Die großen Flächen von riesigem Schachtelhalm treiben dem Gärtner den Schweiß auf die Stirn. Eine Schautafel erklärt, dass dessen Blätter früher zum Putzen und Schleifen benutzt wurden.

Für unseren Wandertipp wird die große Holzbrücke nicht überquert. Der Wanderer folgt dem Flusslauf der Warnow weiter auf der linken Seite. Die Beschilderung weist sicher den Weg nach Sternberger Burg zurück.
 

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