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Reise und Tourismus

22. November 2017 | 03:07 Uhr

Reisetipp : Hollands Wasserwege

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine viertägige Flusskreuzfahrt in holländischen Gewässern

Die „Bellejour“ liegt in Amsterdam an der Javakade. An Bord herrscht Hochstimmung, die Vorfreude ist groß. Wir erfahren Details über das Schiff, das über vier Passagierdecks verfügt, Länge 126,7 Meter, Breite 11,4 Meter, 12,9 Knoten Geschwindigkeit. Bis zu 180 Passagiere kann die „Bellejour“ beherbergen. 34 Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Gäste, sieben Mann gehören zur nautischen Crew. Verantwortlich ist Kapitän Jasper Schuttevaar. Um 19 Uhr ist Abfahrt, und die Gäste versammeln sich zum Dinner. Das Menü besteht aus Drei-Gängen, mit jeweils drei zur Auswahl bestehenden Gerichten.

Das erste Ziel der Reise ist Hoorn am Markenmeer, wo Marianne Buismann uns erwartet, um uns durch das malerische Örtchen aus dem 12. Jahrhundert zu begleiten. „Während des Goldenen Zeitalters war der Hafen durch die Ost- und Westindische Kompanie von großer Bedeutung. Davon zeugen zahlreiche Häuser reicher Kaufleute. Einen Ehrenplatz auf dem Platz Rode Steen hat das Denkmal von dem aus Hoorn stammenden Jan Pieterszoon Coen, der Begründer Batavias, heute Jakarta, Hauptstadt Indonesiens.“

Hoorn ist heute ein Fischereihafen und mit zahlreichen historischen Bauten wie der Oosterkerk, dem Rathaus, der Stadtwaage und den hübschen, historischen Giebelhäusern ein beliebtes Ausflugsziel der Amsterdamer. Gern kommen die Besucher ins Hafenrestaurant De Hoofdtoren zu Zwaantje, die eine typisch holländische Käseplatte mit Genever anbietet.

Erfüllt von der Welt des 16. Jahrhunderts kehren wir zurück zum Schiff, erwartet von Igor Rakic, dem fürsorglichen Kellner im Bordrestaurant. Die Mitreisenden haben sich viel über ihre Eindrücke des Landgangs zu erzählen.

Komplettes Kontrastprogramm erwartet uns in Rotterdam, zweitgrößte Stadt der Niederlande und mit mehr als 100 Quadratkilometern größter Hafen Europas. Die Architektur der pulsierenden Hafenstadt könnte avantgardistischer nicht sein. Geprägt ist das Stadtbild von Stararchitekten wie Rem Koolhaas und Renzo Piano. Eines der Wahrzeichen ist die Erasmusbrücke, eine 802 Meter lange asymmetrische Schrägseilbrücke über die Maas. Rotterdam ist eine quirlige, weltoffene Stadt mit sehr junger Bevölkerung. 176 Nationalitäten leben hier friedlich zusammen, ein gebürtiger Marokkaner ist seit 2009 Bürgermeister.

Dagegen ist Dordrecht eine ruhige kleine Stadt. Da der Ort inmitten von zahlreichen Wasserläufen liegt, waren zerstörerische Überschwemmungen an der Tagesordnung. Ein Spaziergang durch den Ort, am Wasser entlang, bedeutet Eintauchen in die Beschaulichkeit einer holländischen Kleinstadt.

Zum Abschied unserer Kurzreise nennt uns Nicole ein paar Zahlen. Unsere Reise betrug 316 Kilometer durch 45 Schleusen. Es wurden 1000 Liter Diesel verbraucht, 120  000 Liter Wasser inkl. Trinkwasser und 641 Eier. In Amsterdam angekommen werden wir vom Anleger direkt nach Haarlem gefahren. Welch wunderbarer Abschluss einer netten Kurzreise durch Hollands Wasserwege. Die besonders hübsche Kleinstadt mit kopfsteingepflasterten Straßen ist berühmt für malerische, üppig bepflanzte Innenhöfe, Hofjes genannt. Früher waren es Alterswohnsitze für sozial Schwache und alleinstehende Frauen, heute beliebt bei Studenten. Hier möchte man verweilen, um das besondere holländische Kleinstadtflair zu genießen, natürlich nur mit dem Fahrrad.



Infos über TransOcean Kreuzfahrten: www.transocean.de

Es lohnt sich im Internet nachzuschauen, da es nicht nur Sonderangebote gibt, sondern auch Kreuzfahrten, die nicht im Katalog stehen. Unsere Reise kostete ca 360 Euro pro Person.








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