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Reise und Tourismus

19. November 2017 | 00:39 Uhr

Neuseeland : Ein Leben auf dem Vulkan

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Ehepaar Leichsenring aus Deutschland ist auf seiner Wohnmobil-Tour in der aktivsten Vulkanregion Neuseelands angekommen.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2015 | 16:00 Uhr

In der Luft wabert Schwefelgestank, ein leicht pelziger Geschmack stellt sich ein, Dampfwolken von heißen Quellen, Tümpeln und Seen werden vom Wind verweht. Nicht nur vereinzelt. Nein, das gesamte Stadtgebiet der 70 000-Einwohner-Stadt Rotorua mit seinen ausgedehnten Parks ist hiervon betroffen.

Rotorua wurde in dem Krater eines erloschenen Vulkans erbaut. Die Vulkanberge legen sich kreisrund um die Stadt. Täglich pumpt Mutter Erde rund 80 000 Tonnen schwefelhaltiges, heißes Wasser an die Oberfläche. Und welche Stadt beherbergt schon einen eigenen Geysir? Hier in dem wundervollen und aufregenden geothermischen Park Te Puia, in der Sprache des Tourismus „Gem/Juwel“ genannt, sind die unglaublichen Erdenkräfte hautnah zu erleben. Der Pohutu Geysir ist der Star des Geschehens. Alle 30 bis 60 Minuten schleudert er aus seinen drei abgrundtiefen Öffnungen Tausende von Litern heißen Wassers empor. Er gilt als größter Geysir der südlichen Erdhalbkugel. Solfatarenfelder und gurgelnde Modderkuhlen leisten ihm Nachbarschaft.

Somit sind wir in der geothermisch jüngsten und vulkanologisch aktivsten Region Neuseelands angekommen. Und wo der Himmel Gesteinsbrocken regnen und Lavaströme zu Tal fließen lässt, bleibt auf Erden kaum ein Stein auf dem anderen. Die Dörfer und Siedlung um den Mount Tarawera blieben und bleiben verschüttet.

Mit einer Ausnahme: Das kleine Dorf Te Wairoa wurde in den 1990er Jahren wieder ausgegraben. Bleibt die Frage: Wie lebt es sich auf einem „Vulkandeckel“? Äußerlich trübt scheinbar nichts ein zufriedenes Leben. Also alles sorgenfrei?

Wohl doch nicht so ganz. „Es kann immer wieder losgehen“, hört und liest man häufig. Wie dicht das Thema unter der Haut sitzt, zeigt sich auch immer wieder in dem Hinweis auf „White Island“. Wer es live erleben möchte, buche im Nachbarort Whatakane eine Schiffsexkursion oder einen Helikopterflug auf diese Vulkaninsel nur 50 Kilometer vor der Küste. Hier brodelt nämlich Neuseelands aktivster Vulkan zischend vor sich hin. Ausbruchsdatum ungewiss. Oder man erinnert ganz einfach an den verheerenden Vulkanausbruch in Christchurch auf der Südinsel im Jahre 2011.

>> Infos: www.tepuia.com

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