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Reise und Tourismus

23. Mai 2017 | 01:21 Uhr

Monaco : Ein exklusives Pflaster

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Häuser des Fürstentums Monaco versammeln sich auf engstem Raum – vor der Tür das funkelnde Azurblau des Meeres.

Mal ehrlich, es ist doch nüchtern betrachtet nur ein winziger Klecks auf der Landkarte Frankreichs, der da tief im Süden der Republik und unweit der Grenze zu Italien einen Platz am Rand der Seealpen besetzt. Und dennoch ist Monaco, nach Vatikanstadt der zweitkleinste Staat Europas, alles andere als eine unbekannte Variable. Es dient als schillernde Bühne für allerhand Prominenz, es ist als Steueroase begehrter Tummelplatz der Reichen und Schönen, die ihr Luxusleben unter der Sonne der Côte d’Azur genießen, und seine Fürstenfamilie mit ihren kleinen und großen Affären stets im Fokus der Boulevardpresse.

Ebenfalls angelockt vom Glamourfaktor, den Hollywoodschauspielerin Grace Kelly in den 1950ern durch ihre Hochzeit mit Fürst Rainier nach Monaco brachte, hat jedoch schon mancher Urlauber seine Vorstellungen vom Märchenreich am Mittelmeer korrigieren müssen. Denn statt des erhofften Romantikflairs spricht der erste Blick auf den mondänen Stadtstaat eine andere Sprache. In Monaco herrscht Raumnot. So scheint jeder verfügbare Zentimeter der rund zwei Quadratkilometer großen Landesfläche bebaut zu sein, und die Zahl an Hochhäusern auf dem schmalen Küstenstreifen zwischen Nizza und Menton erlaubt den viel zitierten Vergleich mit New York.

Das Fürstentum hat eine lange, bewegte Historie, und entsprechend lässt sich zwischen den Gebäuden der Moderne manche Architekturperle aus längst vergangener Zeit entdecken. Tagesgäste werden sich dabei auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränken müssen, werden ihre Tour vielleicht im Stadtbezirk Monte-Carlo beginnen, wo 1863 ein Casino entstand und damit der Startschuss für den beispiellosen Aufstieg eines verarmten Fürstentums fiel.

Ebenso wie beim benachbarten Hôtel de Paris steht die üppig dekorierte Fassade der Spielbank für die Exklusivität des Ortes. Wer möchte, kann während der Besichtigungszeiten einen Blick in die Spielsäle des Belle-Epoque-Baus werfen und sich dann auf den Weg hinunter zum Port Hercule machen. Hier pendelt ein Boot im regelmäßigen Takt zur gegenüberliegenden Hafenseite, von wo man einen kurzen Fußmarsch und einige Treppenstufen später hoch über dem Ozean das Zentrum von Monaco-Ville erreicht.

Auf dem legendären Felsen, dem Rocher, liegen die Sehenswürdigkeiten dicht beieinander: der opulente Bau des Meereskundemuseums, der terrassenförmig angelegte Garten St. Martin, die Kathedrale im Stil der Neoromanik und besonders der Fürstenpalast, Symbol für die über 700-jährige Herrschaft der Grimaldis.

Mit wenig Pomp und Deko steht das Zuhause von Fürst Albert II. an einem großen Platz – als eleganter, in zartem Apricot getönter Putzbau mit Türmen in Ritterburgoptik. Vor der Tür patrouillieren, die Gewehre geschultert, die ganz in Weiß gekleideten Carabiniere des Hausherrn, deren Wachablösung zur Mittagszeit ein großes Publikum auf die Place du Palais strömen lässt.

Nach Ende des Zeremoniells zieht es viele für einen fantastischen Blick an den Rand des Palastplatzes, denn in der Tiefe tummeln sich neben kleinen Booten die großen Yachten der Multimillionäre im weiten Blau des Hafens, eingefasst von anonymen Häuserblocks, die an den Felswänden der meernahen Berge emporwachsen.

>> Informationen im Internet: www.visitmonaco.com




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erstellt am 20.Mai.2017 | 16:00 Uhr

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