Thailand : Diamanten als beste Freunde

Ein Rubin, der durch den richtigen Schliff veredelt und dadurch geadelt wird. In den Gassen von Chanthaburi werden die Diamanten gehandelt.
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Ein Rubin, der durch den richtigen Schliff veredelt und dadurch geadelt wird. In den Gassen von Chanthaburi werden die Diamanten gehandelt.

Ein Besuch im Diamanten-Dorf Chanthaburi in Thailand.

svz.de von
09. September 2017, 16:00 Uhr

Er hätte Marilyn Monroe ganz gewiss hochgradig verzückt: Dieser Rubin. Schließlich war die bezaubernde Filmikone der Ansicht: „Diamonds are a girl’s best friend“. Frisch aus der Erde geborgen und gewaschen, gibt das Rohexemplar schon eine Ahnung davon, wie dieser „Freund“ – nach dem entsprechenden Schliff – faszinierend funkeln wird. Dann prunkt er mit einzigartig strahlender Zauberkraft und zieht alle Blicke auf sich.

In Chanthaburi – dem Mekka der Edelsteine – in der östlichen Küstenprovinz Trat lassen sich solche Freundschaften fürs Leben schnell anbahnen. Aber hallo: Auf die vier C´s achten! „Clarity, Colour, Cut & Carat“, heißt die Zauberformel für eine wunderbare Beziehung, die Prakob Boonchuaysream empfiehlt. Sie lässt sich mit Klarheit, Farbe, Schnitt und die Größe übersetzen. Die größten Schürfgründe gibt es hier zwar nicht, dafür aber über hundertjährige Erfahrung und feinstes Know-how, was die Weiterverarbeitung der edlen Mineralien anbelangt. „Fast 80 Prozent des Weltexports kommen hierher“, betont der Vize-Präsident der Chanthaburi Gem and Jewelry Traders Asscociation. Er kennt sich aus und weiß, dass die Haute Couture einen wesentlichen Anteil am Umsatz hat: „Die Farben, die Hollywood trägt, will anschließend die ganze Welt!“ Und dennoch: In den Gassen von Chanthaburi oder im Handelszentrum des Edelsteinmuseums sind durchaus auch erlesene Schönheiten für schmalere Portemonnaies zu finden.

Die nächste Sinnesfreude fordert einen Ausflug mit dem Boot ein. Denn: Die kulinarischen Perlen für Feinschmecker, sind auf dem Chanthaburi-Fluss zu entdecken. Auf der Austernfarm präsentieren die Fischer gerne ihre erstklassige „fette“ Beute, die hier am Band – natürlich – unter Wasser wächst und gedeiht. Aber auch alles andere, was das Meeresbüfett zu bieten hat, wissen sie hier köstlich aufzubereiten. Nein, da kann die Einladung, an der Tafel Platz zu nehmen, nicht ausgeschlagen werden.

Wieder an Land, ist es spannend zu beobachten, welche Variationsmöglichkeiten die kleinen Mopeds hergeben, die im Königreich des Lächelns unterwegs sind. Mal als Katamaran ausgebaut, als Garküche, Gemüseladen oder als Vehikel, mit dem sich zur Not Mann und Maus inklusive Hausstand transportieren lassen.

Ebenso fasziniert und amüsiert zugleich der Vorläufer vom Henkelmann oder auch der Frischhaltedose. Im Ort Huai Raeng, das sich Ökotourismus auf die Fahnen geschrieben hat, lernen Besucher, ein „Imbiss-Handtäschchen“ aus Betel-Blättern anzufertigen. Der Inhalt besteht aus parfümiertem Reis, Cashewnüssen, frittiertem Fisch, Süßkartoffeln, salzigem Ei, Gurke, Ananas und Fischsauce. Eine köstliche Zwischenmahlzeit. Früher für die Arbeiter auf dem Feld. Heute für den neugierigen Gast, der sich gerne von guten Ideen und unvergesslichen Gaumenfreuden begeistern lässt.

Service

Zeitverschiebung: + 5 Stunden
Visumfrei: Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein
Hotels: Maneechan Resort in Chanthaburi , www.maneechan.com oder Hotel Toscana in Trat, www.hoteltoscanatrad.com
Ausflugtipps: Chanthaburi Edelstein Museum und Edelstein Handelszentrum „Ploy Chan“, Ban Nam Chiao Ecotourism in Ban Nam Chiao, Huai Raeng Ecootourism in Huai Raeng
Infos: www.thailandtourismus.de
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