zur Navigation springen
Reise und Tourismus

24. November 2017 | 21:39 Uhr

Kroatien : Das tiefe Blau der Adria

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Glasklares Wasser, abwechslungsreiche Inseln und grünes Gebirge machen sie zu einem der beliebtesten Urlaubsziele Kroatiens.

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 15:45 Uhr

„Gestatten, Alexander der Kleine“, so stellt sich der freundliche Freizeitkapitän mit den strahlenden Augen hinter einer riesigen Hornbrille auf seinem kleinen Motorboot vor. Noch weitere drei Boote dümpeln im ruhigen Hafenwasser des malerischen Fischerdörfchens Volosko. Dabei hat die Reisegruppe die vier schnellen Sportboote an diesem sonnigen Frühlingsmorgen gemietet, um bei einem Tagesausflug möglichst schnell die langen Wege in der Kvarner-Bucht hier an der oberen Adria in Kroatien zu meistern.

Schnell haben sich alle auf den offenen Booten mit den schützenden Sonnendächern verteilt, und die Armada verlässt den kleinen Hafen hinüber zum Nachbarort Opatija. Die mondäne Kurstadt wurde bereits im Jahre 1889 durch kaiserliches Dekret zum heilklimatischen Kurort erklärt und avancierte zu einem der berühmtesten Seebäder und Treffpunkt der High Society der k.u.k. Monarchie.

Dann dreht die kleine Flotte vom Kaiserbad ab, um mit vollem Tempo hinüber ins weit entfernte Rijeka zu fahren. In die Hafenstadt, die intensiv an ihrer Bewerbung arbeitet, im Jahr 2020 EU-Kulturhauptstadt zu werden. Dabei ist der erste Eindruck vom Wasser aus mit den vielen Hochhäusern der damaligen Sozialistischen Republik Kroatien (1945 bis 1991) nicht gerade besonders einladend. Das alte, verfallene Torpedowerk in der Hafeneinfahrt – in dem 1866 der erste Torpedo gebaut wurde und später 9000 Mitarbeiter arbeiteten – verstärkt diesen ersten Eindruck noch. Einige Bootsschrauben-Umdrehungen weiter jedoch überraschen wunderschöne, mächtige Prachtbauten aus ungarischer Zeit. Bis 1913 zählte dieses Hafenbecken zu einem der zehn größten und bedeutendsten Häfen Europas. Dabei gab es auf dem Wasserweg eine Direktverbindung mit New York.

Wieder Land unter den Füßen bahnt sich die Gruppe inmitten dieser wunderschönen Prachtbauten den Weg hinüber zum Kroatischen Nationaltheater „Ivan Zajc“. Dessen Wiener Architekten, die auf Theaterbauten von Prag bis New York spezialisiert waren, modernisierten den Ursprungsbau aus dem Jahre 1765 am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem vielbesuchten Haus. Lange bestaunen die Gäste den reichen Fassadenschmuck dieses Kunsttempels, der Fresken von Gustav Klimt besitzt. Der Theaterpark führt aber auch zu den Jugendstil-Markthallen, in denen die Gäste von den vielfältigen Auslagen und der Artenvielfalt der hier offenbar noch reichen Fischgründe überrascht werden.

Südlich von Rijeka wartet auf die Bootsgäste im Kvarner die legendäre Riviera von Crikvenica. Da geht’s rasant mit 20 Knoten unter einer der beiden mächtigen, 1,3 Kilometer langen Brücken hindurch, die die Insel Krk mit dem bewaldeten Gebirge des Festlandes unterhalb von Rijeka verbindet. Wie überall an der Kroatischen Adria auch hier glasklares Wasser. Jetzt im Frühling ist der familien- und kinderfreundliche Urlaubsort Crikvenica mit dem ausgezeichneten, kilometerlangen goldgelben Sandstrand „Crni Mol“ und ihren Schatten spendenden Platanen und Palmen fast menschenleer.

nfos: www.kvarnerbucht.com/

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen