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Capability Brown : Das Jahr des Englischen Gartens

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2016 ist ein besonderes Jahr: Es werden 300 Jahre Englische Gartenbaukunst gefeiert.

Englischen Rasen gibt es hier überall. Grün, gepflegt. Dazwischen herrlich arrangierte Pflanzen aller Art. Doch das eigentliche Herzstück seiner Arbeit sind die Landschaftsgärten. Hier legte Lancelot „Capability“ Brown keinen Wert auf die Ausrichtung einzelner Grashalme. Es ging ihm um das größere Gesamtbild. Da wurden auch schon mal Flüsse umgeleitet, Seen angelegt und Baumgruppen so gepflanzt, dass die Perspektive stimmt. Brown, der Shakespeare des Englischen Gartens, schuf im 18. Jahrhundert einen komplett neuen Stil und transformierte die Gärten und Parks großer Herrenhäuser.

Diese Englischen Gärten werden in diesem Jahr gefeiert – 300 Jahre Capability Brown. Welcher Anlass könnte sich besser eignen, um England einen Besuch abzustatten? Ein landesweites Festivalprogramm lädt dazu ein, über 150 Gärten und Anwesen in ganz England zu besichtigen. Zum Beispiel im Norden von Yorkshire. Hier liegt Harewood House. Das herrschaftliche Anwesen ist nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern wird auch komplett von Garten umgeben, den Brown gestaltet hat. Herrschaftlich nächtigen lässt es sich im 400 Jahre alten Goldsborough Hall, dessen fast fünf Hektar großer Landschaftspark im Stile Browns angelegt wurde. Hier stehen auch fünf japanische Kirschen – ein Hochzeitsgeschenk des japanischen Kaisers für Prinzessin Mary.

Auch Ripley Castle ist einen Besuch wert. Die renovierte Burg aus dem 15. Jahrhundert ist Sitz der Ingilby Familie. Zum Schloss gehört ein 46 Hektar großer Landschaftspark – mutmaßlich entworfen von Brown mit Seen und über 100 Jahre alten Eichen.

Man muss kein Gartenexperte sein, um sich für die Schönheit dieser Gärten und Landschaften zu begeistern, der Faszination, die von den farbenfrohen Gärten und großzügigen Landschaften ausgeht, kann man sich kaum erwehren. Wem das dennoch nicht reicht, den lockt vielleicht die Magie nach Nordengland: Im Alnwick in Northumberland wartet neben dem Garten noch ein Schloss. Hier wurden Szenen für die ersten beiden Harry-Potter-Filme gedreht. Wer sich mit dem „Stein der Weisen“ auskennt, wird die Stelle vor der Schlossmauer wiedererkennen, an der Harry erstmals einen Besen besteigt – auf gepflegtem grünem Rasen.

Informationen: www.visitbritain.de


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