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Reise und Tourismus

18. Dezember 2017 | 12:09 Uhr

Reisetipp : Bei Jungfern und Piraten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die British Virgin Islands vereinen tropisch-karibisches Flair mit idealen Segel-Bedingungen.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2015 | 16:00 Uhr

Die lichtüberfluteten Hänge von Tortola versinken am Horizont der Karibik, Pelican Island und die bizarren Felsen von The Indians werden passiert. Erstes Ziel dieses Segeltörns um die Britischen Jungferninseln ist Norman Island. Die malerische Bucht The Bight hätte kein Künstler vollendeter arrangieren können. Zwischen tiefblauem Himmel und türkisfarbenem Meer quillt Tropengrün über Berge und Hügel. Davor: weißer Sand und kahle, senkrecht in die ruhige Brandung fallende Felsen. Delfine tauchen und springen zwischen Schiffen, als sei es das normalste von der Welt. Hinter Kokospalmen liegt die Bar The Pirates, wo der einträgliche Mythos am Leben gehalten wird, Norman Island sei „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Der war niemals hier – jedoch zahllose Seeräuber und vielleicht auch deren Schätze…

Nach einer Umrundung von Pelican Island und Great Thatch schwelgen die Segler in der Bilderbuchidylle der Minipalmeninsel Sandy Cay. Nach The Baths, einer bizarren Ansammlung gewaltiger glatter Felsen mit Höhlen und Pools an der Südküste von Virgin Gorda (Dicke Jungfrau) wartet das Koralleneiland Anegada.

Auf der Hauptinsel Tortola geht‘s per Taxi-Guide bei atemberaubenden Aussichten über steile Bergstraßen bis nach Roadtown mit seinen bunten Häusern. Einige ältere Gebäude stammen noch aus der Kolonialzeit. Nach Columbus, der die Inseln 1493 entdeckte und nach den 11  000 Jungfrauen der Heiligen Ursula benannte, von Spanien, später den Niederlanden besetzt, machten 1672 die Briten viele der Inseln zu Zuckerrohrplantagen und ließen Afrikaner als Sklaven arbeiten. Alte Zuckermühlen, renoviert und zu Lokalen umgebaut, erinnern daran.

Die berühmte Bar „Bomba Shack“ in der Carot Bay ist ein Verschlag aus bunt bemalten Brettern, Blech und Pappen – und doch eine Institution. Hier werden die berüchtigten Vollmondparties gefeiert – mit viel Alkohol, Musik und „Mushroom-Tea“. Wie Trophäen hängen Bikinis von der Decke.

In Soper’s Hole behandeln die Segler am Abend ihren ersten Sonnenbrand mit „Pusser’s Painkiller“. Das hochprozentige Nationalgetränk besteht aus Ananas- und Orangensaft, Kokoskrem, gecrashtem Eis, Muskatnuss – und jeder Menge Rum. Eine Steelband bringt die ohnehin feuchtheiße Luft zum Brodeln. Die ganze Bucht vibriert von hellem Klingklang. Alle tanzen und genießen es, in einem Inseltraum zu sein.

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