Nationalpark Dovrefjell : Auf Safari im hohen Norden

Dank des Teleobjektivs gelingen beeindruckende Nahaufnahmen von den Moschus-Ochsen.
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Dank des Teleobjektivs gelingen beeindruckende Nahaufnahmen von den Moschus-Ochsen.

Im norwegischen Nationalpark wird nicht gejagt, hier geht es um das Beobachten majestätischen „Großwilds“.

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16. August 2015, 16:00 Uhr

Das ganze Jahr hindurch sind hier die höchsten Bergspitzen Nordeuropas von Schnee umhüllt. Somit auch die Snøhetta, die Schneekuppe, mit ihren vier Gipfeln. Den Namen Snøhetta gab sich auch ein innovatives Architektenbüro, inspiriert von dieser urwüchsigen Natur. Die Bibliothek von Alexandria und das Opernhaus von Oslo gehen auf das Erfolgskonto der beiden Baumeister, die es betreiben. Die Experten hinterließen gegenüber der Snøhetta eine faszinierende Visitenkarte: Ein preisgekröntes Aussichtsgebäude aus Vollholz, mit organisch geformten Sitzbänken, Kamin und Grill, das den unverwechselbaren Blick freigibt auf die Schneekuppe. Es steht jedem Besucher immer offen. Vandalismussorgen gibt es hier keine. Der Norweger liebt seine Natur und seine Berghütten.

Knut Berg-Domås ist die beste Begleitung beim Aufstieg zum 1  500 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt. Der Naturführer kennt hier jeden Strauch, jeden Stein und kann die Geschichte des Dovrefjell-Gebirge von 8  000 v. Chr. bis heute aufschlussreich erklären. Oben angekommen, bezaubert die Hütte gleichermaßen wie die einzigartige Weitsicht. Die Ebene zwischen der Snøhetta und dem Aussichtspunkt diente bis 2006 als Militärgelände. „Jetzt erobert sich die Natur alles zurück“, versichert der 32-Jährige. Die zotteligen Paarhufer allerdings, sie geben hier grad keine Audienz. Gut, dass es Knut gibt. Der „wildlife-guide“ weiß natürlich, wo jetzt Moschusochsen anzutreffen sind.

Mit der Aussicht auf ein gemütliches Picknick motiviert Knut seine Gäste zur Exkursion durch die karge Wildnis. Eine Stunde vergeht. Kein Urzeittier in Sicht. Während der Gedanke amüsiert, dass eine Safari immer auch das Risiko beinhaltet, dass es die erwünschten Tiere nicht zu sehen gibt, empfiehlt Knut Stillschweigen. Plötzlich ist er da: der kleine Jungbulle. Aus knapp 100 Metern Entfernung nimmt er neugierig die Besucher seines Reviers in Augenschein. „Ausgewachsen bringt er 400 Kilogramm auf die Waage. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h“, flachst Knut entspannt. Zu befürchten gibt es nichts. Dennoch gilt es Respekt zu bewahren.

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