zur Navigation springen

Karriere im Tourismus : Arbeiten, wo andere urlauben

vom
Aus der Onlineredaktion

Karriere in der Tourismusbranche geht oft mit einem Studium einher. Wir zeigen drei mögliche Wege

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Wer im Tourismus sein Brot verdienen möchte, wird an den schönsten Plätzen der Welt tätig. Für viele ist es ein Traum, im Tourismus zu arbeiten. Doch neben der eigenen, inneren Motivation, andere Menschen glücklich zu sehen und dafür zu arbeiten, braucht es auch eine fundierte Ausbildung. „Urlaub machen“ kann jeder? In der Tourismusbranche gilt das genauso wenig, wie in allen anderen Berufen auch.

Neben den verschiedenen betrieblichen Ausbildungen – zum Beispiel zum Hotelfachmann, zum Restaurantfachmann oder zum Reiseverkehrskaufmann – stehen demjenigen, der in Hotels, bei Reiseveranstaltern, in Tourismusregionen, bei Verkehrsbetrieben oder den Reiseportalen im Internet arbeiten möchte, auch Studienangebote zur Wahl. Wer sich dafür entscheidet, verfolgt ein Ziel: am Ende der Ausbildung den Bachelor oder Master für die Tourismuswirtschaft oder Tourismusmanagement in der Tasche zu haben.

Eine ausgeglichene Kombination aus Theorie und Praxis bieten die verschiedenen Berufsakademien. Vergleichbar mit dem Abschluss an der Fachhochschule wird hier jedoch dem Studierenden die Chance geboten, über den gesamten Studienzeitraum mit einem festen Praxispartner zusammen zu arbeiten. Für das dreijährige Studium wählt man sich für das begleitende Praktikum bestenfalls schon ein Unternehmen aus dem Bereich aus, in dem man später gern arbeiten möchte. So durchläuft man beispielsweise von A bis Z den Hotelbetrieb oder die Prozesse einer Fluggesellschaft. Die Theorie- und Praxisphasen wechseln sich meist im vierteljährlichem Rhythmus ab. Am Ende des Studiums – wie etwa an der Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn – steht die Aufgabe, sich zusammen mit dem Praxispartner ein Thema für die Abschlussarbeit zu wählen und die Prüfungen zum Bachelor zu absolvieren. Nach weiteren 1,5 bis 2 Jahren kann der Master-Abschluss erfolgen.

Mit mehr theoretisch-wissenschaftlicher Ausrichtung, aber immer noch mit hohem Praxisbezug, studiert man Tourismus an den Fachhochschulen. Die Fachhochschule Stralsund bietet beispielsweise das Studium für den Fachbereich an. Als Student bewirbt man sich an der Fachhochschule seiner Wahl nach dem gleichen Verfahren wie an der Universität. Geht es dann los, wird drei Jahre gebüffelt. Dabei steht einem die Möglichkeit der Unterbrechung – wie z.B. für ein Auslandssemester – offen, was gerade für die Tourismusbranche eine wichtige Erfahrung ist. An manchen Fachhochschulen ist das Auslandssemester auch fest integrierter Bestandteil des Studiums.

An der Universität – wie auch an der Fachhochschule – wird ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit, Selbststudium und damit Selbstdisziplin verlangt. Der Regelabschluss an der Fachhochschule ist der Bachelor.

Wer sich für die Universität entscheidet, wird sehr stark wissenschaftlich ausgebildet. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde bietet beispielsweise die Ausbildung im Regionalmanagement an, an die das Studium „Nachhaltiges Tourismusmanagement“ anschließt. Der Fokus liegt auf der Theorie und auf der Grundlagenforschung. Der Master ist der Regelabschluss an der Universität. Dem Studium kann anschließend die Promotion folgen.

Entscheidungshilfe: Studium oder Ausbildung?

Ob Hotelmanagement, Tourismuswirtschaft oder Catering und Hospitality Services – viele Studiengänge im Bereich Gastronomie und Tourismus hängen mit Managementtätigkeiten zusammen.  Das Studium vereint Disziplinen der Betriebswirtschaft, des Marketings sowie der Rechts und Kulturwissenschaften. Zum Großteil bieten viele private Hochschulen solche Studiengänge an. Doch ist ein Studium der richtige Weg?

Das spricht für eine Ausbildung

- Du freust dich, dass die Schule geschafft ist und nun der Schritt ins Berufsleben folgt.

- Du arbeitest gern praktisch und willst sehen, wie sich dein Wissen anwenden und umsetzen lässt.

- Du willst schnell selbst Verantwortung übernehmen.

- Wenn du deine Ausbildung in einem Betrieb machst, bekommst du eine Vergütung. Du verdienst also gleich Geld.

Das spricht für ein Studium

- Du  tauchst gerne tief in ein Thema ein.

- Du kannst dich gut selbst organisieren und hast Disziplin. Aber keine Panik, diese Eigenschaften lassen sich auch während des Studiums erwerben und ausbauen.

- Möchtest du später in einer Führungsposition arbeiten? Dafür wird oft ein Studium vorausgesetzt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen