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Reise und Tourismus

12. Dezember 2017 | 05:45 Uhr

Reise : Abenteuer Spitzbergen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unterwegs mit Hurtigruten zwischen Gletschern und Eisbären

svz.de von
erstellt am 23.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Mehr als 3000 Eisbären, aber weniger als 3000 Menschen leben auf Spitzbergen – jener Insel, die abgeschieden, geheimnisvoll, außergewöhnlich und genau an der Grenze zum gefrorenen Nordpolarmeer liegt. Dort wo die wärmeren Ströme des Golfstroms auf die kalte Luft und das kalte Wasser von Norden treffen. Ein Land, geformt von Wind und Eis, mit fesselnden Geschichten über die Polarhelden des Nordens, über das kulturelle Erbe der Bergbau-Ära, über die Erforschung der Arktis, die Jagd und den Walfang. Mittlerweile hat sich der Wildtierbestand wieder erholt, im Meer wie an Land. Wale, Robben, Rentiere, Polarfüchse und viele Vogelarten sind hier heimisch und natürlich der König der Arktis, der Eisbär.

Machen Sie sich in den Monaten Juli/August mit dem Schiff auf die Reise und genießen Sie die Mitternachtssonne, die die Landschaft in faszinierende Farben taucht und Ihnen unvergessliche Erinnerungen schenkt. Freuen dürfen Sie sich auf erlebnisreiche Anlandungen, auf denen kundige Expeditionsleiter Wissenswertes und Skurriles zur Region und ihren Bewohnern erzählen. Aber lassen Sie Armbanduhr oder Smartphone in der Kabine, denn im nördlichen Polarkreis haben die Tage weder Anfang noch Ende.

Aber jetzt kommen Sie erst einmal mit in die „Hauptstadt“ Spitzbergens: Longyearbyen. Das Städtchen ist nach dem amerikanischen Bergwerksmagnaten John Munro Longyear benannt, der 1904 die Kohlefelder auf Spitzbergen von den Norwegern kaufte und das erste Bergwerk baute. Die Relikte dieser Ära, wie alte Minen, sind noch allgegenwärtig. Die einzige Zeche, die heute noch in Betrieb ist, die Grube 7 liefert hauptsächlich Kohle für das Kraftwerk der Stadt, der Rest wird exportiert. Die ehemaligen Förder- und Transportanlagen stehen unter Denkmalschutz.

Heute ist der Tourismus eine wichtige Einkommensquelle für Longyearbyen. Eindrucksvoll wird die 400-jährige Geschichte Spitzbergens, seit der Entdeckung durch den holländischen Seefahrer Willem Barents im Jahre 1596, im Svalbard Museum dargestellt, das im Forschungspark Longyearbyen liegt. Nach Longyearby nimmt unser Schiff, die „MS Nordstjernen“, Kurs auf Barentsburg, das Zentrum der russischen Tätigkeit auf Spitzbergen. Auch hier erschöpfen sich die Kohlevorkommen langsam, und auch hier setzt man verstärkt auf Tourismus. Über allem grüßt Lenin und erinnert an alte sowjetische Zeiten.

Weiter Richtung Norden! Die Rentierebene, rötliche Devon-Gesteinsschichten, Überbleibsel einstiger Vulkane und die nördlichste heiße Quelle der Welt liegen auf dem Weg zum Monaco-Gletscher, vorbei an Inselchen, die in den Sommermonaten von nistenden Eiderenten bevölkert werden. Und dann plötzlich Eisbären auf der Suche nach Eiern.

Zurück in die Zivilisation! Ny-Alesund ist eine der nördlichsten Siedlungen der Welt mit einer Forschungsstation. In früheren Zeiten war Ny-Alesund Ausgangspunkt für zahlreiche Expeditionen zum Nordpol. Namen wie Amundsen, Ellsworth und Nobile sind eng mit dem Ort verbunden.

Spitzbergen bietet neben Eisbären und Rentieren eine erstaunliche Tierwelt – mehr als 100 Vogelarten und reiche Bestände an Meeresbewohnern: Walrösser, Ringelrobben, Bartrobben, Grönlandrobben, Sattelrobben, Weißschnauzdelfine, Narwale, Weißwale und Killerwale. Um sie alle zu erhalten, stehen 65 Prozent der Inselgruppe Spitzbergen unter Naturschutz.

Infos: www.spitzbergen.de; www.hurtigruten.com

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