Winterspaß für Groß und Klein : Die schönsten Rodelstrecken in den Alpen

Spaß für Klein und Groß: Mit einem Ausflug zum Rodeln macht man nicht nur Kindern eine Freude. Auch Erwachsene haben Spaß an einer rasanten Abfahrt. ⋌ Foto: Swiss Image
Spaß für Klein und Groß: Mit einem Ausflug zum Rodeln macht man nicht nur Kindern eine Freude. Auch Erwachsene haben Spaß an einer rasanten Abfahrt. ⋌ Foto: Swiss Image

Eine lustige Rodel- oder Schlittenpartie macht einen Winterurlaub erst so richtig komplett.

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11. Januar 2020, 16:00 Uhr

Sabine MetzgerDas ist das Motto eingefleischter Rodelfans: „Wer bremst, verliert.“ Mit viel Juchhe geht es den Berg hinunter. Ob als Après-Ski-Gaudi oder als Zeitvertreib für einen pistenfreien Tag – eine lustige Rodel- oder Schlittenpartie macht einen Winterurlaub erst so richtig komplett.

Tegernsee

Eine der traditionsreichsten Rodelbahnen Deutschlands ist der fast sieben Kilometer lange Winterweg vom Wallberg 825 Höhenmeter hinunter ins Tegernseer Tal. Einst wurden hier Meisterschaften ausgetragen, heute ist der Weg eine der schönsten Rodelstrecken im Alpenraum. Dies gilt auch wegen des wunderbaren Ausblicks, der an klaren Tagen von der Zugspitze bis München reicht. Der Tegernsee liegt einem ohnehin zu Füßen. Bergauf geht es mit der Gondel. Im Bergrestaurant warten oberbayerische Schmankerl, unterwegs kann man einen Stopp in der Mooshütte einlegen. Infos unter tegernsee.com und wallbergbahn.de.

Salzburger Land

„Die wahrscheinlich längste beleuchtete Rodelbahn der Welt“ – mit diesem Slogan wirbt die Urlaubsarena am Wildkogel für ultimativen Rodelspaß. 14 Kilometer Länge und ein Höhenunterschied von 1300 Metern sind die Eckdaten des „kurvigen“ Wintererlebnisses, das jeden Abend bis 22 Uhr beleuchtet ist. Hinauf geht’s komfortabel mit den Wildkogelbahnen. Schon gleitet man auf Familienschlitten, Rennrodel oder Bob hinunter nach Bramberg. Infos unter wildkogelbahnen.at.

Salzburger Sportwelt

Die Königliche nennen die Radstadter ihre sechs Kilometer lange Königslehen-Rodelbahn. Sie ist der große Stolz der Radstadter, die damit die längste Rodelbahn der Salzburger Sportwelt ihr Eigen nennen. Ohne Schweißtropfen geht es per Bergbahn auf die Kehmadhöhe hinauf, den Startpunkt für den Rodelspaß, der bis in die Nacht dauern darf. Denn dienstags und freitags ist die Strecke bis 22.30 Uhr beleuchtet. An den anderen Tagen können Rodelfans auf die zahlreichen Alternativrodelstrecken – insgesamt gibt es 17 – der Sportwelt ausweichen. Infos unter salzburgersportwelt.com.

Wilder Kaiser

„Aus der Bahn, Kartoffelschmarrn“ – dieser Signalruf tönt in der Skiwelt Wilder Kaiser in Tirol. Kein Wunder bei der großen Zahl an langen und gut gepflegten Rodelstrecken. Insgesamt zwölf Rodelkilometer kann man bei Söll, Itter, Hopfgarten, Going, Brixen und Westendorf unter die Kufen nehmen. Kleine Inszenierungen sorgen beim drei Kilometer langen Hexenritt der Rodelbahn Söll unterwegs für Überraschungen. Zu den absoluten Highlights der Bahnen zählt Sölls Vier-Kilometer-Mondrodelbahn: Dort ist es bis 22.30 Uhr nachts „taghell“. Ferner laden nette Hütten zum Feiern ein. Wer dann nicht mehr ins Tal rodeln mag oder kann, der nimmt einfach das Rodeltaxi zurück.

Savognin

Das beschauliche rätoromanische Bergdorf in Graubünden ist ein sehr beliebtes Familienziel – nicht zuletzt wegen der unzähligen Schlittelwege. Ein Höhepunkt ist die zehn Kilometer lange Strecke Veia Panorama. Von der Talstation Savognin geht es gemütlich mit der Gondelbahn nach Tigignas und von dort weiter zum Startpunkt an der Bergstation Somtgant. Zuerst wird aufgewärmt – zu Fuß auf dem schönsten Panoramaweg der Region, bevor es dann über Naladas, Tigia und Parnoz fast 1000 Höhenmeter hinunter nach Savognin geht. Da jauchzen nicht nur die Kinder. Tipp für hungrige Rodler: ein Abstecher nach Radons zu den Bergrestaurants oder ins Restaurant Tigia. Infos unter savognin.ch.

Grindelwald

Die längste Rodelbahn der Alpen, die Big Pintenfritz, muss man sich erarbeiten. Direkt vom Bergdorf Grindelwald im Berner Oberland geht es per Gondel hinauf ins Firstgebiet. Danach steht jedoch ein rund zweieinhalb Stunden langer Fußmarsch zum Faulhorn an. Eiger, Mönch und Jungfrau stehen Spalier, tief unten liegt das Dorf. Dann heißt es auch hier „Wer bremst, verliert“ – und das über 15 Kilometer und 1533 Höhenmeter. Mutige Rodler bringen die Distanz in 30 Minuten hinter sich. Vorausgesetzt, sie kommen nicht vom Weg ab, etwa beim Einkehren im Bergrestaurant. So soll es dem Big Pintenfritz ergangen sein: Man erzählt sich, dass der einstige Wirt des Faulhorn-Restaurants nach dem Schlitteln regelmäßig in einer Pinte hängen geblieben sei. Infos unter grindelwald.swiss.

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