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Recht und Gesetz

22. August 2017 | 15:13 Uhr

Ratgeber : Wohin mit dem Geld?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2013 war für Sparer kein leichtes Jahr – was also tun, damit es 2014 besser wird?

2013 war in mehrfacher Hinsicht ein Jahr der Rekorde: Die Europäische Zentralbank senkte den Leitzins für den Euroraum auf 0,25 Prozent. So niedrig waren die Zinsen noch nie. Gleichzeitig entwickelten sich die Börsen prächtig. Allein der deutsche Aktienindex Dax stieg zwischenzeitlich auf 9424,83 Punkte – so hoch wie noch nie. Was also erwartet Anleger 2014? „Prognosen sind immer schwierig“, findet Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Anleger sollten vor allem ihre eigenen Bedürfnisse bei der Geldanlage berücksichtigen. Grundsätzlich gilt: „Wer sein Geld über verschiedene Anlageklassen verteilt, minimiert sein Risiko“, sagt Nauhauser.

 

Aktien

Egal ob in Deutschland oder den USA, Aktien haben sich 2013 positiv entwickelt. „Aktienkurse spiegeln ja immer die Erwartungen der Anleger wider“, erklärt Jürgen Kurz von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Das heißt: Eine Konjunkturerholung ist in den Kursen schon berücksichtigt. Außerdem will die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre lockere Geldpolitik, ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen und Immobilienpapiere allmählich zurückfahren. Der Leitzins soll allerdings auf dem niedrigen Niveau bleiben. „Sie sollten an den Börsen mit Kursrückschlägen rechnen“, erklärt Kurz daher. Langfristig orientierte Anleger können aber gelassen bleiben. „Das ist vor allem eine psychologische Reaktion.“ Wer sich gegen Kursrückgänge absichern will, sollte sein Geld verteilen, am besten auf verschiedene Branchen, Länder und Märkte.

 

Anleihen

Zinsen gibt es für das Ersparte derzeit kaum. Zumindest nicht, wenn man auf Sicherheit Wert legt. Sichere Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität bringen kaum Rendite. Hochzinsanleihen von Krisenländern bergen hingegen große Risiken. Auch Unternehmensanleihen sind nicht unbedingt eine Alternative. Zwar gibt es hier Zinssätze von 5 bis 9 Prozent. „Vor allem bei Mittelstandsanleihen gibt es aber ein großes Ausfallrisiko“, erklärt Kurz. Kleinanleger sollten eher Rentenfonds in Betracht ziehen, als einzelne Papiere zu suchen. Denn Fonds investieren in viele verschiedene Anleihen.

 

Immobilien

Die Preise von Immobilien kannten in den vergangenen Monaten vor allem eine Richtung: nach oben. Getrieben wurden sie vor allem von der Suche vieler Anleger nach Sicherheit und dem gleichzeitig niedrigen Zinsniveau. Und daran wird sich vermutlich erstmal auch nichts ändern. „Die Europäische Zentralbank wird nicht so schnell an der Zinsschraube drehen“, vermutet Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung. „Die Wirtschaft läuft noch zu schleppend und es gibt kaum Inflation.“ Das bedeutet, die Zinssätze für Immobilienkredite werden in nächster Zeit voraussichtlich nicht steil nach oben schnellen.

Zwar erwartet Zinsexperte Herbst 2014 einen leichten Anstieg zwischen 0,5 Prozent und 0,75 Prozent. Gemessen am derzeitigen Niveau ist das aber immer noch sehr niedrig. Interessenten muss das aber keine Sorgen bereiten: „Keine Panik, die Zinsen sind noch gut“, sagt Herbst.

Sparanlagen

Niedrige Leitzinsen sind für Sparer eher schlecht. Denn die Banken orientieren sich an langfristigen Zinssätzen. 2013 fielen die ohnehin nicht üppigen Zinssätze für Spareinlagen weiter in den Keller. Angesichts der Aussagen von Fed-Chef Bernanke, die Leitzinsen weiterhin niedrig zu halten, wird vermutlich auch 2014 keine üppigen Steigerungen bringen. „Es wird möglicherweise sogar noch etwas runtergehen“, sagt Zinsexperte Herbst. Derzeit bekommen Sparer auf einem Tagesgeldkonto laut FMH bis zu 1,45 Prozent Zinsen (Stand 19.12.13). Etwas mehr Zinsen gibt es beim Festgeld: Für 5000 Euro sind bei einer Laufzeit von zwölf Monaten bis zu 1,70 Prozent Zinsen drin (Stand 19.12.13).Grundsätzlich sollten Anleger einmal im Jahr ihr Depot überprüfen.

„Schauen Sie sich die Vermögensaufteilung genauer an“, rät Niels Nauhauser. Die wichtige Frage: Stimmt das Verhältnis von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Zinsprodukten und anderen Anlagen? „Wichtig ist, dass das Portfolio zu einem passt.“

 

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erstellt am 04.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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