Angst vor Aktien? : Drei Grundregeln für den Erfolg an der Börse

Wer einen langen Atem hat, kann an der Börse gute Renditen erzielen.
Wer einen langen Atem hat, kann an der Börse gute Renditen erzielen.

Aktien gelten vielen als zu riskant. Denn ob die Kurse steigen oder fallen, lässt sich nicht vorhersagen. Aus Angst vor Verlusten parken Sparer ihr Geld deshalb oft auf dem Sparbuch. Wer drei Grundregeln beachtet, braucht aber keine Angst vor der Börse zu haben.

svz.de von
08. März 2019, 13:01 Uhr

Sparer in Deutschland sind offenbar wieder mutiger geworden: Die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfondsanteilen stieg 2018 um etwa 250.000, wie das Deutsche Aktieninstitu t (DAI) in Frankfurt mitteilte.

Insgesamt besaßen damit rund 10,3 Millionen Bürger, die älter sind als 14 Jahre, Wertpapiere - so viele wie seit 2007 nicht mehr. «Angesichts der Börsenturbulenzen im vergangenen Jahr ist das eigentlich überraschend», sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DWS) in Düsseldorf. Denn aus Angst vor Kursverlusten meiden viele Anleger die Börse nach wie vor. Wer einige Grundregeln beachtet, muss aber keine großen Sorgen haben, Geld zu verlieren. Drei Tipps:

1. Finanzpolster

An den Börsen geht es auf und ab. «Man sollte deshalb nur Geld in Aktien investieren, das man im Alltag nicht braucht», sagt Kurz. Wer gezwungen ist, die Wertpapiere zu verkaufen, wenn die Kurse gerade nach unten rauschen, verliert tatsächlich Geld. Wer die Papiere hingegen in solchen Zeiten hält, muss nur mit Buchverlusten umgehen können. Wichtig: «Kaufen Sie keine Aktien auf Kredit», sagt Kurz. «Damit potenzieren Sie das Risiko nur noch.»

2. Diversifikation

Wer sein ganzes Geld in eine Aktie investiert, ist auf deren Erfolg angewiesen. Wer hingegen mehrere Werte im Depot hat, kann mögliche Kursverluste mit Kursgewinnen anderer Papiere ausgleichen. «Mindestens fünf Aktien aus vier verschiedenen Branchen und drei Ländern sollten schon im Depot liegen», rät Kurz. Das setzt allerdings voraus, dass sich Anleger mit ihrem Investment auch beschäftigen. Wem das zu viel ist, der kann zu Fonds greifen.

3. Anlagehorizont

Je länger, desto besser - so lässt sich die dritte Grundregel beschreiben. «Je mehr Zeit ich habe, desto geringer ist das Verlustrisiko», erklärt Kurz. «Fünf Jahre sollten Sie mindestens durchhalten», rät der Experte. Das zeigen auch Berechnungen des DAI. Danach lagen die jährlichen Renditen für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren in der Vergangenheit allein beim Deutschen Aktienindex Dax im Schnitt bei rund 9 Prozent.

Verluste mussten die Anleger über solche Zeiträume nicht fürchten. Selbst im schlechtesten erfassten 20-Jahre-Zeitraum lag die jährliche Rendite bei fast 6 Prozent. Das heißt: Wer dabei blieb, konnte zum Beispiel das Platzen der Immobilienblase oder auch die Kurseinbrüche am sogenannte Neuen Markt zu Anfang der 2000er Jahre überstehen.

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