Verbraucher : Auskunft auf Nachfrage

Belastetes Tierfutter, Gammelfleisch oder unhygienische Restaurants - immer wieder gibt es solche Berichte. Verunsicherte Verbraucher können sich in solchen Fällen über die Erkenntnisse der Behörden informieren.

svz.de von
07. November 2014, 22:17 Uhr

Verbraucher haben das Recht, von Behörden Auskunft zu bestimmten Produkten oder Sachverhalten zu verlangen. Geregelt ist dies im Verbraucherinformationsgesetz (VIG), erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Angefordert werden können Auskünfte zu Lebens- und Futtermitteln, Bedarfsgegenständen wie Kleidung, Reinigungsmittel oder Spielwaren sowie technischen Geräten wie etwa Haushaltsgeräten.

Die meisten Auskünfte werden in der Regel kostenlos erteilt. Generell gilt: Allgemeine Anfragen bis zu einem Verwaltungsaufwand von 250 Euro sind kostenfrei. Anfragen zu Belastungen, Hygieneverstößen oder Sicherheitsmängeln, die einen Verwaltungsaufwand bis zu 1000 Euro verursachen, sind ebenfalls kostenlos. Bei einem höheren Aufwand muss die zuständige Behörde die voraussichtlichen Kosten für eine Bearbeitung beziffern. Der Interessent kann dann seine Anfrage auch zurücknehmen.

Wie Verbraucher vorgehen sollten: Um die gewünschten Infos zu bekommen, muss zunächst die zuständige Behörde ermittelt werden. Bei der Suche hilft die Behördensuchmaschine auf den Internetseiten (www.bvl.bund.de) des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Fragen können am Telefon, per E-Mail, Fax oder per Post gestellt werden. Um möglichst schnell eine Antwort zu erhalten, sollte die Frage präzise formuliert werden, zum Beispiel mit welchem Ergebnis die Kontrollen der Lebensmittelüberwachung in einem Restaurant (Name und Adresse nennen) in einem bestimmten Zeitraum ausgefallen sind. Angegeben werden sollte auch, dass es sich um eine Anfrage nach dem Verbraucherinformationsgesetz handelt. Jeder Antragsteller muss außerdem seinen Namen und seine Adresse angeben.

Anfragen sollten in der Regel innerhalb eines Monats beantwortet werden. Bleibt eine Antwort aus, können Fragesteller nachzuhaken. Das gilt auch, wenn die Antwort dürftig ausfällt.

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