Verbraucher und Recht : Auskommen mit dem Einkommen

Mehr Geld in der Hand: Auch Rentner können die Kosten für die Lebenshaltungs senken.
Mehr Geld in der Hand: Auch Rentner können die Kosten für die Lebenshaltungs senken.

Trotz eines schmalen Budgets vieler Rentner haben auch sie die Möglichkeit, mit Hilfe einiger Tricks und Hilfsangeboten Geld zu sparen

svz.de von
13. September 2015, 10:14 Uhr

Das Budget vieler Rentner fällt schmal aus. Gründe dafür gibt es genug. „In den letzten Jahren sind größere Rentenerhöhungen ausgeblieben, gleichzeitig aber die Lebenshaltungs,- Energie- und Gesundheitskosten gestiegen“, sagt Birgit Höltgen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Idealerweise sorgen Verbraucher daher rechtzeitig für das Alter vor, empfiehlt Höltgen. Das ist aber nicht immer möglich: „Manchmal reicht das Einkommen auch schon vor dem Renteneintritt kaum aus, um Rücklagen zu bilden“, sagt Diplom-Haushaltswissenschaftlerin Birgit Bürkin. Doch auch für solche Situationen gibt es Tricks und Hilfsangebote. Ein Überblick:

Budgetberatung nutzen:

Wo stehe ich finanziell, und wie wird es im Rentenalter sein? „Natürlich ist es der Königsweg, sich rechtzeitig Gedanken zu machen - idealerweise schon mit Mitte fünfzig, wenn man noch etwas an der finanziellen Situation ändern kann“, sagt Bürkin.

Die Rente aufbessern:

Wenn es die gesundheitliche Verfassung erlaubt, können Ältere ihre Rente mit Jobs aufstocken. Das Zusatzeinkommen müssen sie jedoch versteuern. „Vor Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Rentner höchstens 450 Euro zusätzlich einnehmen, ohne dass die Rente gemindert wird“, sagt Dirk von der Heide, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund. Wer bereits die Altersgrenze für den Renteneintritt erreicht hat, darf unbegrenzt hinzuverdienen.

Grundsicherung beantragen:

„Rentner, deren Rente niedriger als 798 Euro ist, werden im Rentenbescheid auf die Möglichkeit hingewiesen, ergänzend zur Rente Grundsicherung zu beantragen“, sagt Dirk von der Heide. Voraussetzung ist, dass Rente, Einnahmen aus einem Job und Vermögen nicht für den eigenen Bedarf ausreichen.

Lebensstandard anpassen:

„Manche verfügen zwar über ein gewisses Einkommen, verstehen aber nicht, warum ihr Konto immer so schnell leer ist“, sagt Bürkin. Budgetberater analysieren die Einnahmen und Ausgaben und helfen beim Sparen.

Neuer Wohnort:

Die Miete ist für viele Rentner der größte Kostenfaktor. Ein Umzug kann die richtige Lösung sein. Kosten für einen Umzug könne für Förderberechtigte das Sozialamt übernehmen, sagt Bürkin.

Energiekosten sparen:

„Bei den Energiekosten können Verbraucher 150 Euro und mehr im Jahr einsparen, wenn sie den Anbieter wechseln“, so Juristin Höltgen. Auch Geräte im Stand-by-Modus abzuschalten, spart den Angaben nach bis zu 80 Euro im Jahr.

Versicherungen: Nicht jede für die Arbeit nötige Police ist im Alter sinnvoll. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Ruheständler oft auf Berufs- und Erwerbsunfähigkeits- und Unfallversicherung verzichten.

Sonderangebote:

Ältere mit kleinem Budget sollten beim Einkauf Sonderangebote in ihre Wochenplanung einbeziehen. Sozialhilfe-Empfänger erhalten günstige Nahrung, Kleidung und Möbel bei Tafeln oder Sozialkaufhäusern.

 Rabatte nutzen:

Bei Freizeitangeboten wie Kino, Theater, Museen oder Schwimmbädern und im öffentlichen Nahverkehr profitieren Senioren von Ermäßigungen.
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