Ratgeber Weihnachtspost : Pünktlich unterm Weihnachtsbaum

Je weiter der Empfänger   entfernt wohnt, desto  früher sollte man das Weihnachtspaket auf den Weg  bringen.Kai Remmers/dpa
Je weiter der Empfänger entfernt wohnt, desto früher sollte man das Weihnachtspaket auf den Weg bringen.Kai Remmers/dpa

Wer weiter entfernt wohnende Verwandte oder Freunde mit einem Paket oder Päckchen zu Weihnachten erfreuen will, muss sich sputen. Doch auch sonst lohnt es, sich beizeiten mit dem Thema Weihnachtspost zu beschäftigen.

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07. Dezember 2010, 08:30 Uhr

Wer weiter entfernt wohnende Verwandte oder Freunde mit einem Paket oder Päckchen zu Weihnachten erfreuen will, muss sich sputen. Doch auch sonst lohnt es, sich beizeiten mit dem Thema Weihnachtspost zu beschäftigen, denn wer Konditionen vergleicht, kann beim Versand sparen.

Versandfristen für Pakete beachten

Wer mit der Posttochter DHL ein Paket in die USA oder nach Australien verschicken will, sollte es spätestens am 1. Dezember aufgegeben haben, damit es pünktlich zum Fest sein Ziel erreicht. Für Paketsendungen in EU-Länder und die Schweiz gilt der 11. Dezember als letzter Stichtag. Bis spätestens 8. Dezember sollten Pakete, die ihr Ziel in Nicht-EU-Länder in Europa haben, in den Filialen der Deutschen Post aufgegeben werden. Das betrifft beispielsweise Länder wie die Türkei.

Rolf Schulz, Pressesprecher der Deutschen Post DHL, weist darauf hin, dass es für internationale Ziele bei Paketen und Päckchen den "Service Premium" gibt: "Er garantiert den schnellsten Transportweg ins Zielland inklusive Transportversicherung bis 500 Euro." Für Sendungen innerhalb der EU und in die Schweiz verschiebt sich dadurch der letztmögliche Absendetermin vom 11. auf den 17. Dezember, Premium-Paketsendungen ins nicht EU-Ausland können noch bis zum 15. Dezember aufgegeben werden. Über die Preise und Beförderungsdauer für die einzelnen Länder können sich Kunden im Internet (www.dhl.de) sowie über das DHL-Kundentelefon 01805/34522 55 (14 Cent je angefangene Minute aus den deutschen Festnetzen, höchstens 42 Cent pro angefangene Minute aus den deutschen Mobilfunknetzen) informieren.

Für Sendungen innerhalb Deutschlands bleibt etwas mehr Zeit. Kunden der Deutschen Post und Hermes müssen das Paket bis spätestens 22. Dezember aufgeben. Dabei sollten die Pakete bei der Post bis 12 Uhr am Schalter abgegeben werden.

Hermes-Kunden sollten ihre Überraschung ebenfalls bis zur Mittagszeit (12 Uhr) im Paketshop abliefern. Einen Tag früher hat GLS seine Frist für den Weihnachtspaketversand gesetzt: Spätestens bis zum 21. Dezember sollten Kunden ihre Fracht abgeben, damit alles pünktlich ankommt.

Anbieter und Preise zu vergleichen lohnt sich

Eike Böttcher vom Vergleichsportal für Paket- und Briefdienste Posttip.de. rät, sich die Preise der verschiedenen Anbieter genau anzuschauen. "Wer clever Konditionen vergleicht, kann einige Euro beim Versand sparen. Je nachdem, wie groß und schwer ein Paket ist, kommt man bei den Anbietern unterschiedlich gut weg", erläutert der Fachmann.

Beispiele: Ein Päckchen bis zu 2 Kilogramm kann innerhalb Deutschlands in den Filialen der Deutschen Post am günstigsten mit DHL für 4,10 Euro versendet werden. Der Inhalt ist bei diesem Tarif nicht mitversichert. Konkurrent Hermes bietet mit seinem S-Paket für 4,30 Euro und einem für diesen Preis zulässigen Maximalgewicht von 25 kg einen Tarif an, bei dem der Inhalt bis 500 Euro mitversichert ist.

Schlank packen schont den Geldbeutel

So schlank und schmal wie möglich zu packen, kann ebenfalls beim Sparen helfen. Denn einige Anbieter berechnen die Preise nicht nach dem Gewicht einer Sendung, sondern nach ihrer Größe - je kleiner das Paket, umso günstiger der Preis. So kostet bei GLS ein Paket bis 40 Kilo, bei dem die kürzeste und längste Seite zusammen 50 cm nicht überschreiten, 5,90 Euro. Ein 20-Kilogramm-Paket mit denselben Ausmaßen kann bei Hermes mit dem Online-Tarif "Shop2Shop" bereits für 3,65 Euro verschickt werden. Dieser Tarif ist nur mit Online-Paketschein auf der Internetseite von Hermes verfügbar. Allerdings müssen Kunden beachten, dass Pakete mit diesem Tarif ausschließlich an Hermes-Paketshops als Empfängeradresse versandt werden können. Auf der Internetseite www.posttip.de können Paketkunden kostenlos die Adressen der Paketshops recherchieren.

Online zu frankieren hilft, Geld zu sparen

DHL-Kunden können Paketmarken online vorbereiten, bezahlen und direkt ausdrucken. Damit sparen Kunden des Paketzustellers der Deutschen Post pro Sendung immerhin 1 Euro im Vergleich zum Kauf in der Filiale, was bei einem hohen Paketaufkommen zu einer stolzen Ersparnis führen kann. So können größere Pakete (bis maximal 120 x 60 x 60 cm) mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm für 5,90 Euro statt für 6,90 Euro (in der Filiale) verschickt werden.

Ein weiterer Spartipp: DHL bietet Verpackungen an, die beim Kauf bereits frankiert und gegenüber dem Einzelkauf deutlich billiger sind. Das "Pluspäckchen" von DHL kostet 5,99 Euro und beinhaltet eine Verpackung der Größe M. Innerhalb Deutschlands kann sie mit bis zu 10 Kilogramm befüllt werden.

DHL führt im Rahmen einer Aktion eine neue Gewichtsklasse für Pakete ein. Die Deutsche Post-Tochter bietet ihren Kunden den Paketversand bis zwei Kilogramm für nur 3,99 Euro an. Im genannten Tarif ist eine Pauschalversicherung in Höhe von 500 Euro und die Sendungsverfolgung per Internet enthalten. Die Aktion läuft noch bis 15. Dezember. Das Aktionspaket gibt es allerdings nur im Internet über die Onlinefrankierung.

Preiswerter Abholservice bei schweren Paketen

Fällt das Weihnachtsgeschenk größer und schwerer aus, bieten sich Tarife mit Abholservice an. Das günstigste Abholangebot hat der Paketdienst GTS Post. Bei diesem Anbieter zahlt der Paketkunde inklusive Abholung für ein 4-kg-Paket bei einer Paketgröße 40 x 25 x 15 cm lediglich 5,24 Euro. Die Bezahlung erfolgt dabei per PayPal, Kreditkarte oder Lastschrift.

Der Courier verlangt von Kunden für ein 4-kg-Paket der Größe 40 x 25 x 15 cm 7,40 Euro. Für jeweils 7,95 Euro wird das 4-kg-Paket mit den gleichen Paketmaßen von der Paket.ag an der Haustür abgeholt und zum Empfänger transportiert. Größere und schwerere Pakete transportiert der Paketversender Iloxx für einen Preis ab 8,79 Euro. Die meisten Paketdienste räumen übrigens auf Anfrage Mehrversandrabatte an.

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