SVZ-Ratgeber : Nicht ohne Pflaster und Schmerzmittel

<strong>Gegen die häufigsten Urlaubsbeschwerden</strong> sollte man ein paar Mittel in der Reiseapotheke dabeihaben.<foto>dpa</foto>
Gegen die häufigsten Urlaubsbeschwerden sollte man ein paar Mittel in der Reiseapotheke dabeihaben.dpa

Nicht immer finden kranke Urlauber am Ferienort eine Apotheke. Deshalb

ist es sinnvoll, eine Grundausstattung an Medikamenten mitzunehmen. Alle Tipps für die richtige Reiseapotheke:

svz.de von
04. Juli 2012, 11:00 Uhr

Für viele ist es die schönste Zeit des Jahres - der Sommerurlaub. Endlich Gelegenheit, fremde Städte zu besuchen, zu surfen, zu wandern, zu baden oder einfach auf der faulen Haut zu liegen. Doch gerade im Urlaub lauern auch einige gesundheitliche Gefahren. Wer die richtigen Mittelchen in seine Reiseapotheke packt, bekommt die meisten Beschwerden aber schnell in den Griff.

Kleine Verletzungen

Ein aufgeschlagenes Knie, ein Holzsplitter im Zeh oder eine Schürfwunde an der Hand - vor kleinen Missgeschicken ist man auch im Urlaub nicht gefeit. Deshalb sei es sinnvoll, verschiedene Verbandsmaterialien wie Pflaster, sterile Kompressen und Mullbinden sowie eine Splitterpinzette, Schere und Zeckenzange in die Reiseapotheke zu packen, erläutert die Landesapothekerkammer Niedersachsen. Darüber hinaus können auch ein Wunddes infektionsmittel und eine Wund- und Heilsalbe sinnvoll sein.

Magen &amp; Darm

Magen-Darm-Probleme gehören zu den häufigsten Beschwerden auf Reisen. Meist sind verunreinigte Nahrungsmittel Auslöser von Durchfall. "Oft sind es einfache Coli-Bakterien, die in anderen Ländern sehr viel häufiger vorkommen als bei uns", sagt Klaus Schäfer, Reisemediziner beim ADAC. Als bestes und einfachstes Gegenmittel nennt er sorgfältige Hygiene. Ist es trotzdem passiert, ist es gut, Mittel gegen Durchfall und für schwerere Fälle Elek trolytpulver im Gepäck zu haben, das gegen Austrocknung hilft und dem Körper verloren gegangene Salze wieder zuführt. Darüber hinaus sollte man Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen dabeihaben. Wer mit Kindern reist, muss darauf achten, dass er kindgerechte Medikamente einpackt. Da auch ein anderer Tagesrhythmus und Stress auf Magen und Darm schlagen können, sollte man langsam und vorsichtig, ohne Hektik reisen.

Insektenstiche

Insekten sind fast überall eine Plage. Wer sich vor ihren Stichen schützen will, braucht ein Repellent - ein chemisches Abwehrmittel, das Mücken, Zecken &amp; Co. nicht riechen können. Entsprechende Sprays gibt es auch speziell für Kinder. Lange Kleidung ist meist ebenso wirksam. Ist man doch gestochen worden, hilft Kälte - beispielsweise ein Eiswürfel - gegen den Juckreiz. Auch ein kühlendes Antihistamin-Gel ist hilfreich. Wer allergisch auf Insektenstiche reagiert, braucht stärkere Medikamente. Das sollte jedoch mit dem Hausarzt besprochen werden.

Grundausstattung

Zur Grundausstattung gehören neben den regelmäßig einzunehmenden Medikamenten ein Fieberthermometer, Schmerz- und Fiebermittel sowie Mittel gegen die Symptome einer Erkältungskrankheit. Wer anfällig für die Reisekrankheit ist, die zu Übelkeit und Erbrechen führt, sollte entsprechende Gegenmittel einpacken. Die Auswahl geht weit über Tabletten und Kaugummis hinaus. Manch einer schwört auf Akkupressur-Armbänder, andere auf Ingwer. Auch der Sonnenschutz darf nicht fehlen. Empfohlen sind Cremes mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20.

Wer zu einer Reise in tropische Länder oder in Gegenden mit schlechter medizinischer Versorgung aufbricht oder spezielle Touren unternimmt, sollte rechtzeitig vor der Abreise eine reisemedizinische Beratung nutzen. Wichtig ist es auch, den Impfstatus zu überprüfen.

Aufbewahrung

Die Reiseapotheke sollte trocken und bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad transportiert und aufbewahrt werden, weil die Medikamente durch Hitze ihre Wirkung verlieren können. Bei längeren Autofahrten ist das nicht so einfach zu realisieren. Wer die Mittel nicht in eine Kühltasche legen kann (nicht direkt an den Kühlakku), sollte sie zumindest unter den Sitz schieben, damit sie nicht der prallen Sonne ausgesetzt sind. Fieberzäpfchen sind für solche Reisen ungeeignet, weil sie schnell schmelzen. Deshalb sollte man auch für Kinder auf Säfte oder Tropfen umsteigen.

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