zur Navigation springen
Mode & Lifestyle

15. Dezember 2017 | 03:52 Uhr

IFA-Trends : Zurück in die Zukunft

vom

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 12:11 Uhr

Berlin | Die schlechten Nachrichten zuerst: Der Tisch deckt sich auch künftig nicht allein. Das Essen kocht sich nicht von selbst, und auch den Kühlschrank, der sich via Internetbestellung selbst füllt, gibt’s noch nicht. Aber es tut sich von Jahr zu Jahr mehr: Haushaltsgeräte übernehmen mehr Funktionen und sparen dabei noch Energie.

Smart ist das Schlagwort, das auf der Elektronikmesse IFA in Berlin vom 6. bis 11. September arg strapaziert werden wird. Es bedeutet schnell, gewitzt oder schlau. Geräte mit diesem Prädikat können miteinander und im Internet kommunizieren, ihren eigenen Bedienungszustand beobachten und den Benutzer darüber informieren. Immer mehr Haushaltsgeräte lassen sich per Handy bedienen: So stellt Samsung eine Waschmaschine "WF12F9E6P4W/EG" mit WLAN-Zugang vor. Der Benutzer startet sie per App auf dem Smartphone. Er kann auch die Temperatur und Anzahl der Spülgänge und -geschwindigkeit auswählen. Die App zeigt an, wie weit das Gerät ist und meldet sich, wenn der Waschvorgang beendet ist. So kann die große Wäsche quasi nebenbei erledigt werden.

Daneben werden Hausgeräte zu sehen sein, die dem Benutzer die Hausarbeit erleichtern und Energie sparen. Viele Hersteller von Waschmaschinen setzen vor allem auf benutzerfreundliche Bedienung. Grundig stellt das Gerät "GWN 58474 C" vor, das je nach Verschmutzungsgrad automatisch die Menge des Waschmittels dosiert und bis zu 40 Prozent weniger Energie verbraucht.

Kühlschränke und Gefrierkombinationen sind vielseitiger geworden. Beim Samsung-Gerät "French Door" sind verschiedene Segmente wählbar. Darunter gibt es einen Bereich, dessen Temperatur flexibel zwischen 2 Grad zum Kühlen und minus 23 Grad zum Gefrieren eingestellt werden kann. Praktisch ist das etwa, wenn mal für den Grillabend viel Fleisch richtig temperiert werden muss, und am anderen Tag die Torte im Kühlschrank einen richtig temperierten Platz braucht. Die Sensoren in Gorenjes Kombigerät "NG-FS 600" speichern die Gewohnheiten der Bewohner und verteilen die Temperatur daraufhin angepasst. Wird etwa die Kühlschranktür zwischen 17 und 19 Uhr häufig geöffnet und geschlossen, reguliert sich die Temperatur vor diesem Zeitraum entsprechend herunter. "So erwärmt sich das Kühlgut nicht und die Lebensmittel bleiben bis zu 20 Prozent länger frisch", erklärt Marketing-Managerin Elisabeth Wieser.

Kochen ist ein großes Thema auf der IFA - denn die Küche wird immer mehr zum Statussymbol. Nicht nur die großen Geräte wie Kühlschrank, Herd und Geschirrspüler sollen sich nahtlos ins edle Design einfügen. Kleingeräte wie Kaffeemaschinen, Toaster, Wasserkocher oder Rührgeräte sollten nicht mehr bunt gemischt herumstehen. Die neuen Backöfen für den privaten Haushalt haben Funktionen aus der Profiküche. So sorgt bei Bekos Modell "OIM 25702X" ein Dampfeinsatz für frische Brötchen wie vom Bäcker. AEG nutzt die Methode des vakuumierten Dampfgarens beim "ProCombi Sous Vide Multidampfgarer". Dabei werden die Lebensmittel in Plastebeutel eingeschweißt und bei niedrigen Temperaturen schonend gegart. Im Backofen "GEZDS 47000 B" von Grundig verteilt sich die Hitze so, dass bis zu drei verschiedene Gerichte gleichzeitig zubereitet werden können - zum Beispiel Fisch, Gemüse und Muffins.

Die Weiße Ware hat längst ihr etwas langweiliges Hausfrauen-Image abgelegt und ist in der modernen Technikwelt angekommen. Lifestyle, Design und sparsamer Energieverbrauch sind die großen Themen in diesem Bereich. Zwar geht der Trend zu smarter Haustechnik, da sind sich die Experten einig. Doch noch zögern die Verbraucher mit dem Kauf der schlauen Produkte. Das bestätigt eine Studie des Messeveranstalters. Gegenwärtig sind nur 13 Prozent der deutschen Haushalte vernetzt und steuern Geräte via Tablet oder Smartphone.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen