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Modetrend : Untenrum kurz auch an kalten Tagen

vom
Aus der Onlineredaktion

Gekürzte lange Hosen und nackige Knöchel trotz Kälte zur Schau tragen – das ist jetzt ein Modetrend.

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 16:00 Uhr

In der kalten Jahreszeit spielen Hosen in der Mode naturgemäß eine der Hauptrollen. Doch in diesem Herbst und Winter ist daran etwas anders: Lange Hosen werden kürzer. Die Saumlänge endet vielfach weit über dem Knöchel. So ganz neu ist das zwar nicht – wohl aber neu für die kalten Tage. „Interessant an diesem Trend ist vor allem, dass er sich nur wenig ums winterliche Klima schert“, erklärt Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Mode-Institut in Köln. Tatsächlich waren Hochwasser-Hosen bisher eher etwas für die warme Jahreszeit. „Doch im Zuge der weltweiten Mode-Globalisierung sind sie jetzt auch im Winter angekommen.“ Dass modebewussten Frauen dabei nicht kalt wird, dafür sorgen die passenden Accessoires wie zum Beispiel fellverbrämte Stiefeletten. „Angesagt sind vor allem die sogenannten Palazzo-Pants“, erläutert Müller-Thomkins. „Darunter verstehen wir weit geschnittene Hosen, deren Saum oberhalb des Knöchels endet. Einige Modelle sind dabei so weit geschnitten, dass sie eher an einen Rock als an eine Hose erinnern.“

Diese Hosenform kann im Herbst alle Blicke auf sich ziehen, allerdings sollte man einige Faustregeln beachten, damit man wirklich gut darin aussieht. „Den Schuhen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu“, erklärt Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg. „Dabei gilt das Motto: je höher der Absatz, umso einfacher.“

Eigentlich logisch: Stiefeletten mit hohem Absatz strecken die Silhouette. Das ist bei Palazzo-Hosen vor allem deshalb wichtig, weil sie durch ihre Stofffülle eher für eine gedrungene Figur sorgen.

Nicht nur bei Schuhen braucht man bei Palazzo-Pants ein gutes Auge fürs Styling, sondern auch bei Oberteilen. „Wer sehr groß und schlank ist, kann weit geschnittene Hosen auch mit Oversized-Pullovern tragen“, findet Hans. „Alle anderen sollten allerdings darauf achten, dass die Silhouette nicht zu voluminös wirkt.“

Es reiche aber bisweilen schon, wenn man zu einer der weiten Hosen greift, die gleichzeitig einen breiten Taillenbund haben, rät die Imageberaterin Ines Meyrose aus Hamburg. „Der wirkt ein wenig wie ein Gürtel und bricht die Silhouette optisch.“

Wichtig bei den kurzen weiten Hosen ist das Material: „Weich fallende Stoffe sind für diese Silhouette besonders gut geeignet, weil sie die Figur sanft umschmeicheln“, erläutert Meyrose. Viele der aktuellen Hosen in diesem Look sind etwa aus Samt – kaum etwas schmeichelt der Figur mehr als dieses Material, das zugleich lässig und edel wirkt.

Übrigens: Große Accessoires wie breite Armbänder oder opulente Colliers sehen zu diesen Hosen immer toll aus. Sie verleihen der Lässigkeit, die Palazzo-Pants ausstrahlen, eine gewisse Eleganz. Doch Hochwasser-Hosen gibt es nicht nur mit Weite. „Modelle, die an Po und Oberschenkel locker geschnitten sind und zum Knöchel hin schmaler werden, lösen beispielsweise die Skinny-Hosen ab“, berichtet Müller-Thomkins. Für diesen Trend braucht die Frau auch keine Figur mit Size Zero.

Aber auch schmale Formen, deren Saum am Knöchel enden, sind im Herbst angesagt, berichtet Einkaufsberaterin Anette Helbig aus Hannover. „Diese 7/8-Hosen sind im Styling einfacher als die weit geschnittenen Modelle.“ Gut dazu lässt sich eine Longbluse und darüber eine kurze Jacke tragen. „Wer klein ist, sollte auch hier nicht auf Absätze verzichten“, betont Helbig.

Was in den Großstädten schon längst zu sehen ist, wird nun zum Tipp der Saison: Damit eine so klassisch geschnittene Hose nicht zu bieder wirkt, sollte man sie mit dafür ungewöhnlichen Accessoires kombinieren. „Absolut trendy sind dabei Netzstrümpfe, die bei dieser Hosenlänge natürlich gut zu sehen sind“, erklärt Modeexpertin Hans. „Diese gibt es in vielen Farben und auch unterschiedlichen Netzgrößen. Im Herbst wirklich angesagt sind sie allerdings in Nude-Tönen.“

 

 

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