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Mode & Lifestyle

21. November 2017 | 07:26 Uhr

Schmuck : Uhren wie von Großvater

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Uhren sollen nicht nur zuverlässig die Zeit anzeigen, sondern auch schmücken. Aktuell dominieren klassische Modelle am Handgelenk.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 13:32 Uhr

Sie ist ein Klassiker unter dem Weihnachtsbaum: Die Uhr gehört zum Repertoire der Geschenke wie das Parfüm oder das Buch. Die Optik geht jetzt wieder in die schlichtere Richtung, erklärt Guido Grohmann, Leiter der Fachgruppe Uhren im Bundesverband Schmuck+Uhren. Man sehe etwa viel Schwarz und Weiß. Ganz fehlt die Farbe aber nicht. So kommt bei Männern wie Frauen etwa das Ziffernblatt gerne mal in einem kräftigen Dunkelblau daher.

Gelbgold holt auf

Bei den Frauen bleibt außerdem Roségold ein Thema, auch wenn das schon wieder weniger werde als noch im vergangenen Jahr, sagt Albert Fischer, Vizepräsident des Zentralverbands für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik. „Jetzt holt der Gelbgold-Ton auf.“ Eine sehr modische Kombination sei etwa ein anthrazitfarbenes Ziffernblatt mit einem Rahmen in Roségold. Stilberaterin Sylvia Ebner aus Stuttgart hat die Kombination von Silber und Roségold beobachtet Bei den Materialien geht es etwas weg von Gold und hin zum Stahlmodell, beschreibt Grohmann. „Das hat auch einen Preisgrund.“ Denn der Goldwert hat in der jüngsten Vergangenheit zugelegt. So sieht man neben Stahl nun viel Titan – gerne mattiert. Lederarmbänder sind vor allem bei den Herrenuhren beliebt. Seltener kommt bei den Uhren derzeit Aluminium zum Einsatz. Und: „Kunststoffuhren sind so gut wie weg vom Markt“, sagt Fischer. Sie waren oft extrem bunt – und daran kann man sich eben leicht sattsehen.

Trend: Filigran und glitzernd

Ein bisschen Bling darf es aber schon sein: „Es gibt momentan viel Glitzer an den Uhren“, hat Ebner bei den Frauenmodellen beobachtet. Im Moment werden die Uhren außerdem wieder kleiner. Jetzt sind zum Beispiel die Chronographen-Uhren für Männer wieder etwa 44 Millimeter groß. Auch die Damen-Modelle sind eher filigran. Gerne darf es auch ein Retro-Modell sein: „Stellen Sie sich Großvaters Uhr vor.“

Das Schmuckstück des Mannes

Bei den Männern war die Armbanduhr zuletzt etwas in den Hintergrund getreten – immerhin hat jeder ein Telefon dabei, auf dem er die Zeit ablesen kann. In letzter Zeit hat der Mann aber zurückgefunden zur Uhr. „Es ist fast das einzige Schmuckstück, was Herren tragen“, begründet Fischer diesen Schritt. Wer eine neue Uhr kaufen möchte, sollte sich immer auch vor Augen halten, für welchen Anlass er sie braucht und wie man sich sonst kleidet – sportlich, klassisch oder romantisch.

Die richtige Uhren-Pflege:
Wer ein Modell gefunden hat, das zum eigenen Typ und gewünschten Zweck passt, verlängert mit der richtigen Pflege die Lebensdauer Lederarmbänder etwa dürfen nicht nass werden. Weil sie so eng auf der Haut sitzen, können sie nicht imprägniert werden wie Schuhe, sagt Albert Fischer. Vor dem Sport müssen sie abgenommen werden. Metallbänder und Gehäuse sollten regelmäßig gereinigt werden. Der Fachmann rät auch dazu, die Uhren regelmäßig auf Wasserdichtheit kontrollieren zu lassen – denn das sei keine bleibende Eigenschaft. Wer zum Beispiel mal mit der Krone hängen bleibe, verbiege sie damit unter Umständen, und so kann die Uhr nicht mehr 100 Prozent wasserdicht sein.
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