Accessoires : Sportlich bis extravagant

Wärmende Hüte, dazu noch in herbstlichem Dunkelrot, liegen im Trend. Ansonsten gilt: Auffallen!
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Wärmende Hüte, dazu noch in herbstlichem Dunkelrot, liegen im Trend. Ansonsten gilt: Auffallen!

Ohne sie ist das Outfit nicht komplett: Accessoires werten den Look auf. Im Herbst gibt es zwei Varianten: Entweder sportlich oder man fällt richtig auf.

Die Accessoires im kommenden Herbst und Winter lehnen sich an die zwei großen Trends der Mode an. „Beide beeinflussen jedes Kleidungsstück, und eben auch die Accessoires“, sagt Gudrun Allstädt von der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“. Auf der einen Seite seien das sportive Einflüsse, die das Gesamtoutfit lässig und frisch wirken lassen. „Auf der anderen Seite sehen wir expressive Tendenzen, etwa extravagante Kleidungsstücke aus Brokat.“

Handtaschen Gut erkennen lassen sich beide Tendenzen bei den Handtaschen. „Wir haben sowohl Ledertaschen, deren Träger für den sportiven Look aus breitem Kofferbandgurt bestehen, als auch Taschen mit prächtigen Charms dran“, sagt Allstädt. Charms sind kleine Anhänger, etwa Metallfiguren, die mit Häkchen an der Tasche befestigt werden und diese individualisieren. „Häufig verwendet wird Fell, partiell oder vollflächig eingesetzt, Kurz- und Langhaar oder im Mix und mit Glattleder“, ergänzt Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Modeinstitut.

Rucksäcke Zudem sei die Bowling Bag zurück, ergänzt Stilberaterin Cornelia Gumm aus München. „Auch der Rucksack, den man sonst nur auf dem Weg zum Sport oder beim Wandern aufgesetzt hat, wird wieder getragen.“ Das können elegante Rucksäcke aus Leder sein, Mini-Rucksäcke mit langen Trägern, aber auch Varianten im Outdoorstyle mit Bändern und Karabinerhaken. „Insbesondere bei den Männern sehen wir zudem lässige Hybride aus Turnbeutel und Rucksack“, sagt Müller-Thomkins. „Die Taschen in Beutel-Form sind schlicht gehalten, großformatig und zumeist aus geschmeidigem Leder.“ Bei den Frauen sind die Beutel-Taschen kleiner und bestickt oder mit Perlen versehen.

Mützen Bei der Kopfbedeckung stechen insbesondere die Materialien ins Auge. „Sie sind in dieser Saison eher aus Vlies und Lammfell denn aus Strick“, sagt Gumm. Damit sind die Hüte kuschelig und wärmend – ideal für die kalten Jahreszeiten. Legerer sind Beanies. Im Winter 2016/17 sehen die Pudelmützen ohne Bommel aber leicht verändert aus: „Sie sind nicht mehr so groß wie bisher und liegen enger am Kopf an“, erklärt Allstädt. Im Herbst dürfen auch gerne Baskenmützen zum Einsatz kommen, findet Müller-Thomkins: „Sie sind ohne Schmuck oder Dekoration aber mit dem typischen Stummel.“

Handschuhe Die Handschuhe sind in diesem Herbst und Winter weiter geschnitten.„Sie sind aus weichem Leder, fallen lässig und sind gerne mit Fellapplikationen versehen“, sagt Gumm. Stilprägend seien die fingerlosen Exemplare, sagt Müller-Thomkins: „Sie bringen Entspanntheit in den urbanen Look, sind aus grobem Strick und entweder kurz wie Pulswärmer oder ellbogenlang.“ Wer sich bei der Farbwahl unschlüssig ist, sollte mutig sein, empfiehlt Allstädt: „Handschuhe sind ideal, um kräftige Farben ins Outfit zu bringen“, meint sie. „Insgesamt sehen wir in der Mode viele Naturfarben, eher sanfte Töne. Im Herbst haben wir aber auch starke dunkle Rottöne, Petrol und Cognac. Das kann gut über die Handschuhe oder aber die Tasche integriert werden.“

Schals Bei den Schals füllen noch immer Loops die Verkaufsregale. „Sie sind aber nicht mehr so reich an Mustern und Drucken, nicht mehr so aufgeregt, sondern eher unifarben oder mit Farbverläufen“, beobachtet Allstädt. Außerdem wird der Loop nicht mehr ganz so lässig getragen. „Er sitzt straffer, wie ein Donut aus Fell, und kommt damit deutlich eleganter daher“, so Gumm.

Für die Wintermonate sei er aus Lang- oder Kurzhaarfell gefertigt oder aus grob oder fein gestrickten Rippen, eher schlicht, mit wenigen Applikationen.

Tücher Männer können im Herbst zu kleinen bedruckten Seidentüchern greifen.„Sie sind etwas größer als Nickitücher und sowohl vom Material als auch den Farben her eher zurückhaltend und zart“, sagt Gumm. Frauen haben die Möglichkeit, sich die kleinen Bandana-Tücher ans Handgelenk oder an die Tasche zu binden, gibt Allstädt einen Tipp.

Gürtel Die Gürtellinie rutscht im Herbst und Winter ein Stück nach oben – bei Frauen wie bei Männern. „Der Gürtel wird enger in der Taille getragen und betont diese“, erklärt Cornelia Gumm. Männer tragen den Gürtel mit einer Metallschließe und lassen das Ende lässig lang nach unten hängen. Frauen tragen Modelle aus Leder oder weichem Stoff mit Verzierungen. „Abends darf es gerne eine breite Variante von 10 bis 20 Zentimetern aus weichem Material, etwa Samt, sein“, so Gumm. Einen lässigeren, reduzierten Look machen Gürtel so dünn wie Kordeln, die sich zierlich um die Taille legen.

Schmuck Filigran und reduziert kommt im Herbst und Winter oftmals auch der Schmuck daher, „fast minimalistisch“, sagt Allstädt und nennt dünne Armreife, Ketten wie Draht und Anhänger als Beispiele. Als Bruch dazu gebe es dicke Armreife aus genietetem oder geschlagenem Metall. „Sie wirken wuchtig und schwer und erinnern an Rüstungen aus Science-Fiction-Filmen“, sagt Gumm. „Passend zum opulenten, extravaganten Look der Mode sind auch übergroße Schmuckteile, etwa Ketten so lang wie das Oberteil.“ Lang seien auch die Ohrringe. „Der einseitig getragene Ohrring wird bis fast auf die Schulter getragen“, so Müller-Thomkins. Und Fransen, die bei der Kleidung ansonsten schon wieder out sind, kommen beim Schmuck noch einmal groß heraus. „Wir sehen lange Leder-Fransen an Ketten, Ohrringe und Armbändern.“

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