LEBE!MANN : Ein Netzwerker, wie er im Buche steht

Gabriel Rath
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Gabriel Rath

Gabriel Rath ist ein Küstenjunge. Geboren in Rostock, aufgewachsen in Warnemünde.

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26. August 2019, 15:38 Uhr

Gabriel Rath ist ein Küstenjunge. Geboren in Rostock, aufgewachsen in Warnemünde. Sympathisch hanseatisch landen wir sofort beim Du und schnattern ohne Punkt und Komma drauf los. Thema: Sein Familienleben, Musik und die digitale Welt, in welcher sich der dreifache Papa beruflich und privat viel bewegt.

Beginnen wir mitten drin, im Leben von Gabriel Rath. Es hat ihn wie viele junge Menschen zum Studium in die weite Welt gezogen. „Ich wollte einfach auch mal rauskommen. Viele meiner Freunde sind nach Hamburg und Berlin und ich bin nach Hessen gegangen. Dort bin ich intensiv zur Musik gekommen. In Rostock habe ich zwar schon immer nebenbei Musik gemacht. Angefangen zu Beginn der 90er gemeinsam mit Marten aka Materia in der ersten Crew. Er ist dann nach Berlin gezogen und ich nach Darmstadt. Dort gab es dann auch viele Labels und Auftrittsmöglichkeiten und so ging das mit der Musik los. Zu der Zeit hatte ich meinen ersten „Deal“ bei dem kleinen Label magnum 12 und danach habe ich dann rund fünf Jahre nur Musik gemacht, getourt, CDs rausgebracht usw.“ Musik ist also eines der Steckenpferde von Gabriel.

Während dieser Zeit hatte er schon viel mit Marketing und der digitalen Welt zu tun. Irgendwann wurde das Interesse daran größer, er lernte seine zukünftige Frau kennen und beide zogen gemeinsam nach Hamburg, wo er den Einstieg in die große Werbewelt bei der renommierten Agentur „Scholz & Friends“ fand. 2011 ging es dann nach Rostock zurück, in die alte Heimat. Eine bewusste Entscheidung für Rostock und die Familie, denn damals war Töchterchen Nummer eins gerade geboren. „Am Anfang war Rostock ein Mix aus vertraut und ungewohnt, aber es hatte sich tatsächlich viel getan. Von einer größeren Stadt wie Hamburg musste ich mich auch erst einmal wieder zurück gewöhnen. Rostock ist einfach eine kleinere Stadt, mit einem anderen Angebot. Aber ich habe auch ganz schnell die Vorteile zu schätzen gelernt. Seien es die kurzen Wege, die sehr gute Infrastruktur, die Familie und die Freunde, die da waren. Man lernt auch schnell wieder neue Leute in Rostock kennen. Die Gründerszene lebt.“ Mit der etablierten Networkingreihe 12min.me organisiert Gabriel mit einem Team ehrenamtlich Events in Rostock, auf denen Startups und Macher ihre Projekte vorstellen. Auf seinem Blog gabrielrath.com stellt er außerdem spannende regionale Projekte vor oder schreibt über die Frage, wie man das digitale Leben im Job mit dem Familienleben vereinbaren kann.

Stillstand ist ein Fremdwort für ihn. „Ich mache lieber Sachen, als sie zu konsumieren. Bin aktiv und kreativ. Dadurch dass ich viel blogge und poste, ist die Sichtbarkeit ja auch eine andere, vielleicht macht es ja nur den Eindruck, dass ich mehr mache. Auf der anderen Seite macht es mir ja auch Spaß. Ich ziehe daraus ja auch Energie für andere Sachen.“ In der Familie wird Teamwork und Zusammenhalt groß geschrieben. An den Wochenenden wird gemeinsam gefrühstückt und demokratisch entschieden, was unternommen werden könnte. Bei drei Töchtern manchmal gar nicht so leicht. „Die Kinder wollen gern auf Indoor-Spielplätze oder in die Schwimmhalle und meine Frau und ich schlagen dann immer Outdoor-Ausflüge vor. Ich lerne auch immer gern etwas Neues kennen. Am Ende einigen wir uns und unternehmen so fast jedes Wochenende Ausflüge.“

Diese analogen Ausflüge sind wichtig für die innere Balance, findet er. Denn manchmal kann das Digitale auch erschöpfen. „Zu dem Thema habe ich auch gerade ein gutes Buch gelesen, dass ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. „Digitale Erschöpfung“ von Markus Albers. Darin beschreibt Albers wunderbar die Abhängigkeit von digitalen Geräten und wie sie uns auch ablenken, statt uns zu unterstützen. Aus diesem Buch habe ich mir eine ganze Menge abgeschaut und versuche einige Dinge umzusetzen. Gerade im privaten Bereich, wenn wir mit den Kindern unterwegs sind. Einfach mal das Handy zu Hause lassen.“

Mit diesem klugen Rat verabschieden wir uns. Und wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja auch, im nächsten Urlaub einmal mein Mobiltelefon zur Seite zu legen und stattdessen einen Ausflug mit analogem Stadtplan und offenen Augen zu unternehmen.

„Zwischen Daddymodus und Digital Life“ - https://gabrielrath.com/
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