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Brautmode : Für Prinzessinnen und Meerjungfrauen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sie wollen den Wow-Moment: Bräute haben oft klare Vorstellungen vom Brautkleid. Doch der erste Blick in den Spiegel im Laden ist dann manchmal eine Enttäuschung – das Wunschkleid sitzt nicht gut. Wie im Alltag ist letztlich entscheidend, dass der Schnitt zur Figur passt.

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Viele Bräute wissen genau, was sie wollen. Sie träumen seit der Kindheit von ihrer Hochzeit, haben Kataloge gewälzt, Bildergalerien im Internet durchstöbert und alles, was gefällt, markiert – lange, bevor sie erstmals ins Brautmodengeschäft gehen.

Das kann ein Vorteil sein. Doch nicht jede Frau hat perfekte Modelmaße wie die Vorzeige-Bräute im Katalog. Und Bräute lassen sich zu oft von retuschierten Hochglanzbildern verzaubern, sagt Angela Marion Stöckel, Inhaberin eines Brautmodengeschäfts in Oberursel im Taunus. Das kann die Suche schwierig machen. „Es kam nicht erst einmal vor, dass einer Braut ein Kleid auf den ersten Blick nicht gefiel, sie es aber später doch noch anprobiert hat – und es dann das eine Kleid war.“ Denn letztlich muss das Kleid zur Figur der Braut passen. Was steht eigentlich welchem Figurtyp am besten?

A-LINIE

Den meisten Frauen steht dieser Schnitt, der Klassiker unter den Brautkleidern. Das Oberteil liegt eng an, der Rock ist ausgestellt. „Es kann sowohl einer Frau mit Konfektionsgröße 34 als auch mit Größe 46 stehen“, sagt Nancy Weitzel, Geschäftsführerin eines Brautmodengeschäfts in Hochheim am Main: Der Rock kaschiert typischen Problemzonen, da der Stoff locker über Gesäß und Oberschenkel fällt. „Wichtig ist, dass das Kleid die schmalste Stelle betont. Bei vielen Frauen ist das die Taille“, erklärt Marie-Theres Fischert, Maßschneiderin für Brautkleider aus Berlin. A-Linien-Modelle haben oft eine Schnürung auf Taillenhöhe. Außerdem lässt der Schnitt kleine Frauen größer erscheinen.

EMPIRE

Kleider im Empire-Stil haben eine Schnürung direkt unter der Brust, von dort fällt das Kleid locker nach unten und umspielt somit ebenfalls Problemzonen an Po und Beinen. Durch die hoch angesetzte Taillierung wird der Oberkörper aber optisch verkürzt, weshalb diese Schnittform besonders zu großen, schlanken Frauen passt.

DUCHESSE

Das ist das typische Prinzessinnen-Kleid, auch Duchesse-Kleid genannt. Es hat einen besonders weiten Rock. „Das macht es sowohl für kleine, zierliche Frauen attraktiv als auch für großgewachsene Frauen und solche mit breiter Hüfte“, erklärt Nancy Weitzel. Die Taille der Trägerin sollte schlank sein, denn das Oberteil ist wie beim A-Linien-Kleid figurbetont.

MEERJUNGFRAU

Dieses Kleid liegt bis zur Mitte des Oberschenkels oder sogar bis zum Knie sehr eng an, erst dann springt der ausgestellte Rock auf. Der Po wird dadurch besonders betont und die Kurven werden in Szene gesetzt. Aber genau das ist auch der Nachteil des Schnittes: „Ein Bäuchlein oder stramme Oberschenkel können kaum kaschiert werden“, erklärt Fischert. „Zudem sollte man etwas Po zum Betonen haben.“ Stöckel ergänzt: „Um so etwas tragen zu können, braucht man schon eine gewisse Körpergröße.“ Dieser Schnitt eignet sich gut für große Frauen mit langen Beinen. Weitzel sagt: „Das ist meiner Meinung nach das problematischste Kleid.“

BOHO UND VINTAGE

In Mode ist der Vintage- oder Boho-Stil mit fließenden Formen und lockerem Schnitt. Korpulente Frauen sollten aber darauf achten, dass das Modell nicht zu klotzig wirkt. „Man sollte nicht zu klein und zierlich sein, sonst wirkt das Kleid wie Nachtwäsche“, ergänzt Weitzel. Oft haben die Kleider eine Borte auf Taillen- oder Hüfthöhe. „Das kann lässig aussehen. Nur kleinere Frauen sollten bedenken, dass jede horizontale Unterbrechung eine optisch verkürzende Wirkung hat“, so Fischert.

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