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Ratgeber

23. November 2017 | 04:45 Uhr

Urlaubszeit : Mit vielen Pausen sicher ans Ziel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stau, Stress und volle Rasthöfe – In der Ferienzeit ist auf den Straßen und Autobahnen viel los. Mit diesen Tipps kommen Sie gut an.

Wer eine längere Reise mit dem Auto plant, sollte vorher nicht nur Reifendruck, Ölstand und Bremsbeläge kontrollieren, sondern sich auch selbst gut auf den Trip vorbereiten.

Das fängt bereits bei der richtigen Mahlzeit an: „Generell sollte man nie mit leerem Magen losfahren“, rät Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Ein normales Frühstück kurbelt den Kreislauf an. Zu viel aufputschende koffeinhaltige Getränke wie Kaffee jedoch steigern die Nervosität.“ Auch auf eine deftige Mahlzeit sollten Autofahrer vor Fahrtantritt verzichten, denn die mache eher müde. „Ideal, gerade auch für unterwegs, ist kleingeschnittene Rohkost wie Möhren, Gurken und Äpfel, denn die liefern auch Flüssigkeit und machen zudem satt“, sagt Ahrens.

Auch die richtige Kleidung ist wichtig. Bequem und luftig sollte sie sein, nicht einengen oder einschnüren. Vor allem für Kinder empfiehlt Ahrens lange, leichte Shirts und Hosen: „Speziell wenn es draußen heiß ist, können sich Kinder schnell an aufgeheizten Sitzen oder anderen Stellen im Fahrzeuginnenraum verbrennen.“

Der Fahrer sollte festes Schuhwerk zum Zubinden tragen, etwa dünne Halbschuhe. „Das Fahren mit Flipflops, Clogs oder gar barfuß ist zwar nicht verboten, sicherheitstechnisch aber nicht zu empfehlen und kann bei einem selbstverschuldeten Unfall auch versicherungsrechtliche Konsequenzen haben“, weiß Ahrens.

Autofahrer, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten hier Vorsicht walten lassen: „Viele Medikamente haben eine ermüdende Wirkung“, warnt Prof. Matthias Graw, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin. „Das fällt im Alltag häufig nicht auf, weil diese Medikamente oft abends vor dem zu Bett gehen eingenommen werden, und dann schläft man.“ Steht aber eine Autofahrt an, könnten diese routinemäßig eingenommenen Medikamente sehr schnell zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit führen, sagt Graw. Dies gelte zum Beispiel für starke Schmerzmittel, blutdrucksenkende Mittel oder Psychopharmaka.

Reisende mit einer Venenerkrankung könnten vorsorglich Kompressionsstrümpfe tragen oder einen Blutverdünner einnehmen, um das Risiko einer Thrombose zu minimieren, rät Graw. Wer auf seiner Fahrt regelmäßig Pausen einlegt, wirkt aber auch schon so wirkungsvoll einem Blutstau in den Beinen entgegen.

Der ADAC empfiehlt, alle anderthalb bis zwei Stunden eine Fahrpause einzulegen, um sich zu erholen und sich vor allem zu bewegen. Nicht nur für die Beine sei die Pause gut, die Bewegung helfe generell, Sauerstoff in den Körper zu bekommen. Auf vielen Rastanlagen gebe es ein Gelände, auf dem leichte Turn- und Dehnübungen gemacht werden können. Für Kinder gibt es oft Spielplätze.

Ist bereits eine längere Wegstrecke absolviert und der Fahrer fühlt sich müde und schlapp, kann aber auch genau das Gegenteil von Bewegung richtig sein: ein Nickerchen und ein Kaffee. „Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Power-Napping von circa einer halben Stunde sehr wirkungsvoll sein kann, um den Organismus wieder in Schwung zu bringen - zumindest für kürzere Zeit“, sagt Verkehrsmediziner Graw.

 

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